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Soli aktuell 7/2024

Tarifticker Spezial: Die Auszubildenden des Bauhandwerks im Warnstreik

Die IG BAU hatte ab Mai Bauleute und Auszubildende zum Warnstreik aufgerufen. Der Grund: Die Tarifgemeinschaft der Bau-Arbeitgeberverbände hatte einen Schlichterspruch abgelehnt. Die Folge: Es gab keine neuen Tarifverträge und damit keine Einkommenserhöhungen. Die Gewerkschafter*innen wollten nun ihre Urforderung durchsetzen: monatlich 500 Euro mehr für alle Baubeschäftigten. Motto: "Diesen Respekt haben wir uns verdient!"

Soli aktuell hat sich in Hamm umgehört, wo Bau-Auszubildende Streikaktionen durchführten, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Sallyvan Gidwill und Fabion Giesbrecht haben erklärt, worum es geht.

 

© IG BAU
Sallyvan (l.) und Fabion (r.) aus Hamm im Arbeitskampf.

Was habt ihr heute gemacht?
Fabion: Heute Morgen kam die IG BAU, die Gewerkschaftssekretärin Sina Wunderlich. Wir haben uns versammelt und sind zusammen ins Streiklokal gefahren. Von da ging es dann zu den Baustellen, die wurden bestreikt.

Wie viele wart ihr so?
Sallyvan: Rund 200 Leute.

Warum streikt ihr?
Sallyvan: Unsere Forderung lautet: 500 Euro mehr für alle. Wir haben uns nicht zufrieden gegeben mit dem, was die Arbeitgeber uns geboten haben.

Habt ihr besondere Aktionen durchgeführt?
Fabion: Erst waren wir auf den Baustellen, am nächsten Tag auf der Demo.

Wie sind denn eure Ausbildungsbedingungen?
Sallyvan: Ich habe da nichts Schlechtes gehört.
Fabion: An sich sind die gut, wir bleiben aber trotzdem bei unserer Forderung!

Seid ihr mit eurer Gewerkschaft zufrieden?
Sallyvan: Ja, mit der sind wir zufrieden!
Fabion: Wir sind ja auch neu hier, als Azubis im zweiten Ausbildungsjahr. Da wissen wir nicht, wie das so lief die letzten 20 Jahre. Jetzt sehen wir jedenfalls, dass die was tut.


(Soli aktuell 7/2024, Autorin: Soli aktuell)