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Soli aktuell 6/2024

Mut, Leidenschaft, Kollegialität

Mit viel Engagement gegen Rassismus: Zum 17. Mal wurden die "Gelbe Hand"-Preise verliehen.

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Die Sieger des „Gelbe Hand“-Wettbewerbs: die JAV von Evonik Marl – mit Anke Rehlinger (l.), Dietmar Schäfers (M.) und Yasmin Fahimi (r.).

Erfolgreicher Wettbewerb
Der gewerkschaftliche Verein Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Rassismus e.V. hat bereits zum 17. Mal seine Preise im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Die Gelbe Hand" verliehen. Den ersten Platz machte die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) von Evonik Industries AG am Standort Marl für ihre alljährliche Ballonaktion mit Menschenkette und Flashmob anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Kreativ und entschieden
Der Vorsitzende des Kumpelvereins "Die Gelbe Hand", Dietmar Schäfers, würdigte in seiner Eröffnungsrede das Engagement aller, die sich am Wettbewerb beteiligt haben: "Es ist motivierend und berührend zu sehen, mit wie viel Mut, Leidenschaft und Kollegialität sich unsere Jugend in der Arbeitswelt für ein besseres Morgen einsetzt."

Anke Rehlinger (SPD), die Ministerpräsidentin des Saarlandes und Schirmfrau des Wettbewerbs 2023/2024, ging in ihrem Grußwort auf den Wert des Engagements ein: "Mit kreativen Ideen und Projekten stellen sie sich entschieden gegen Rassismus und Ausgrenzung."

Rehlinger hielt darüber hinaus die Laudationen für den ersten Preis sowie den Sonderpreis des Bundeslandes Saarland, der an die Schüler*innen des Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrums I in Saarbrücken für ihre App "Orte der Erinnerungen/Grenzerfahrungen" ging.

Gewerkschaftliche Ziele
Die Vorsitzende des DGB und Schirmfrau des Wettbewerbs, Yasmin Fahimi, hob in ihrem Grußwort hervor: "Die wunderbaren Aktionen und Projekte zeigen hier sehr eindrücklich, wie wichtig das Engagement gegen rechts, gegen Rassismus und Diskriminierungen und für eine solidarische und demokratische Gesellschaft ist. Dabei stehen wir Gewerkschaften fest an eurer Seite!"

Fahimi hielt auch die Laudationen auf die Gewinner*innen des zweiten Preises, die ver.di Jugend Bayern, für die Aktion "Ich wähle nicht die AFD…" sowie für die des dritten Preises, eine Gruppe junger Gewerkschafter*innen, Schüler*innen und Auszubildenden aus Halle (Saale) für ihren Historien-Comic über den Jungen Muscha, der 1944 unter den Nazis zwangssterilisiert wurde.

Der Sonderpreis der DGB-Jugend NRW ging an die Schüler*innen des Berufskollegs Beckum für ihre Ausstellung "Anne Frank: Antisemitismus im Wandel der Zeit". Die Klasse MT11 hatte in der Schule die Stationen des kurzen Lebens dieses jüdischen Mädchens, dass von den Nazis ermordet wurde, anschaulich gemacht und mit der Gegenwart in Bezug gesetzt.

Den Sonderpreis der DGB-Jugend Rheinland-Pfalz/Saarland gewann der Ortsjugendausschuss IG Metall Völklingen für das Projekt "21.03. in die Köpfe der Gesellschaft", einem Aktionsstand mit eigenen Postkarten in der Innenstadt von Saarlouis anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus.

Der Wettbewerb "Die Gelbe Hand" wird seit 2005 jährlich organisiert, um das besondere Engagement der Jugend in der beruflichen Bildung gegen Rassismus und Diskriminierung, für Gleichbehandlung und Demokratie zu würdigen.

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Der Kumpelverein "Die Gelbe Hand"
Der Verein Mach meinen Kumpel nicht an! – Für Gleichbehandlung, gegen Rassismus e.V., wie er in der Langfassung heißt, ist Teil des gewerkschaftlichen Engagements gegen Rassismus, Ausgrenzung und die extreme Rechte. Die Ursprünge liegen in der Aktion "SOS racisme", die in den 1980er Jahren in Frankreich entstand.

Unter dem Logo der gelben Hand wurde der Verein 1986 von der Redaktion des Gewerkschaftsmagazins "ran" und der DGB-Jugend als Mach meinen Kumpel nicht an! – Verein gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus gegründet.

Das Ziel ist, sich für Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit insbesondere in der Arbeitswelt einzusetzen, die Bevölkerung aufzuklären und durch eigene Maßnahmen zur Gleichbehandlung in der Arbeitswelt beizutragen.

Der Kumpelverein bündelt die vielen Aktivitäten engagierter Kolleg*innen, macht sie bekannt und setzt sichtbare Zeichen in der Öffentlichkeit. Durch die Bereitstellung von inhaltlicher Kompetenz und Materialien unterstützt er Aktive in ihrer Arbeit im präventiven Bereich.

www.gelbehand.de