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Studierenden-Beratung

Bafög und KK Betragsgrenze nach Lohnerhöhung

Hallo liebe Studierenden-Beratung,

ich bin selbst zwar kein Studi mehr, betreue aber aktuell in unserer Arbeitsgruppe mehrere frisch angestellte SHKs für die sich gerade Fragen zu ihren Verdienstgrenzen auftun. Da die Studienberatung des ASTA hier vor Ort aktuell nicht besetzt zu sein scheint, schreibe ich euch und leite die Informationen dann an alle SHKs weiter.
In Hessen wurde zum Wochenenede ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen und SHKs bekommen ab dem SS nun mehr Entgeld (13,46 Euro statt 12,41). Nun haben die meisten das "Problem", dass ihre Stunden sehr knapp an die Einkommensgrenzen gewählt wurden. Mit der Lohnsteigerung leigen sie dann zu hoch für Bafög und die Familenversicherung der KK.
Habt ihr evtl Erfahrungen, wie damit umgegangen wird? Die meisten Verträge laufen nur bis August, es wäre damit eine recht temporäre Sache. Ich telefoniere die Tage mit dem Bafög-Büro ob die da wohl eine Ausnahme machen. Nur bei den KK bin ich mir sehr unsicher.
Es wäre sehr schade, wenn die Lohnsteigerungen letztlich zu Verlusten führen würde.

Ich weiß, dass ich als nicht-Studi hier eingentilch nichts verloren habe, habe aber Sorge, dass die Studis (auch nach etwas Werbung) das Informations-Angebot sonst nicht wahrnehmen werden.

Kollegiale Grüße aus Marburg, Marcel

RE: Bafög und KK Betragsgrenze nach Lohnerhöhung

Hallo Marcel,

vielen Dank für deine Anfrage!

Bitte entschuldige unsere verzögerte Rückmeldung! Ich hoffe, die Antwort kommt nicht zu spät und im besten Falle hast du vielleicht sogar schon eine Lösung gefunden?

Es ist wirklich erstaunlich (im negativen Sinne), dass sich eine Lohnerhöhung negativ auf die Situation der Studis auswirken kann (da sieht man die vielen Baustellen in unserem System)! Viele sind eben auf die Vorteile von Minijobs – eben genau aufgrund der gesetzlichen Familienversicherung und den Baföggrenzen – angewiesen! Dies sollte auch die Universität berücksichtigen.
Ich könnte mir hier nur vorstellen, dass im Zuge der Lohnerhöhung die Stundenanzahl in den Arbeitsverträgen angepasst wird. Das Bafög kann darauf mMn im Einzelfall nicht reagieren und die Grenzen „ignorieren“. Wieviel Kulanz sie in Einzelfällen zeigen können, wenn im Jahr durchschnittlich die Grenzen nicht überschritten werden, das können dir die Sachbearbeiter*innen direkt beantworten.

Folgendes gilt für die gesetzliche Familienversicherung (hier wird nochmal unterschieden zwischen Einkünften aus einem Minijob und darüber hinaus):

Die Einkommensgrenze in der gesetzlichen Familienversicherung liegt seit 2024 bei 505€/Monat. Unter Berücksichtigung der Werbungskostenpauschale von insg. 1.230€/Jahr (also 102,50€) liegt das Gesamteinkommen also bei 608€, welches sich nicht negativ auf die Familienversicherung auswirkt. Wird jedoch ein Minijob ausgeübt, dann verbleibt die Einkommensgrenze bei 520€/Monat.

Ich hoffe, dass dir die Infos noch etwas weitergeholfen haben! Melde dich gerne jederzeit wieder bei uns, sollten noch Fragen aufkommen.

Beste Grüße
Cecilia
DGB-Jugend Studierendenberatung

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