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Studierenden-Beratung

Im Semester auch mehr als 20 Stunden möglich?

Hallo zusammen,

ich beginne nun im kommenden Semester eine 50% Festanstellung bei einem neuen Arbeitgeber. Mir ist generell die Regelung von 20 Stunden in der Vorlesungszeit und 40 Stunden außerhalb der Vorlesungszeit bekannt. Allerdings frage ich mich, wie genau diese 20 Stunden pro Woche brechnet werden, bzw. ob auch ein Monatsdurchschnitt von 20 Wochen ausreichen würden. Also wenn ich beispielweise in der einen Woche nur 10 Stunden arbeiten würde und in der daraufflogenden Woche wieder 30? Dadurch würde sich ja trotzdem ein Durchschnitt von 20 Arbeitsstunden die Woche ergeben.

Ich würde mich sehr freuen da mal einen konkreten Übebrlick darüber zu bekommen, was genau die Möglichkeiten sind auch in der Vorlesungszeit gelegentlich über 20 Stunden in einer Woche zu arbeiten, ohne Probleme zu bekommen.

Vielen Dank schonmal für die Hilfe!

Liebe Grüße, Celina

RE: Im Semester auch mehr als 20 Stunden möglich?

Hallo Celina,

vielen Dank für deine Anfrage.

Erstmal vorab: als Studentin darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Das hat keinen Einfluss auf deinen Status innerhalb der Uni. Dort bist und bleibst du Stundetin, solange du immatrikuliert bist.

Die Regelung, die du ansprichst, bezieht sich auf einen besonderen Status innerhalb der Sozialversicherung - dem sogenannten Werkstudent*innenstatus oder auch bekannt als 20h/Regel.

Beim sogenannten Werkstudent*innenstatus handelt es sich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), den Vollzeitstudent*innen i.d.R. immer dann innehaben, wenn sie nicht mehr als 20h/Woche arbeiten. Ausschlaggebend ist also deine regelmäßige Arbeitszeit und daran orientiert, ob dein Studium im Vordergrund steht oder die Arbeit.
Anhand der Regelung erkennst du wahrscheinlich schon, dass es nicht um die monatliche Arbeitszeit ankommt, sondern tatsächlich auf die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit.
Grund dafür ist, dass bei einer Arbeitszeit von maximal 20h/Woche davon ausgegangen wird, dass dein Studium im Vordergrund steht. Liegt deine Arbeitszeit darüber, muss dich dein*e Arbeitgeber*in als voll sozialversicherungspflichte Arbeitgeberin anmelden.

Ansonsten ist eine volle SV-Pflicht aber gar nicht so schlimm, wie manche denken:
Im
Werkstudent*innenstatus fallen auf dein Gehalt 9,3% Rentenversicherung (RV) an und du musst selbst die Kosten für die studentische KV (immerhin um die 120€/Monat) tragen. Bei voller SV-Pflicht sind es statt nur RV insgesamt knapp 20% in die Sozialversicherung vom Gehalt, dafür keine weiteren Kosten für die KV. Du bist dann über den Job krankenversichert und zudem auch arbeitslosenversichert. Je nach Einkommenshöhe ist eine volle SV-Pflicht also sogar finanziell günstiger als der Status als Werkstudent*in. Außerdem erwirbst du Ansprüche auf Leistungen aus dem SV-System (z.B. auf Krankengeld oder später ggf. Alg I), auf die Werkstudent*innen sonst keinen Anspruch haben.

Von der 20h-Regel gibt es dann auch noch Ausnahmen, nach denen du mehr als 20h/Woche arbeiten kannst, ohne dass sich dein Status von Werkstudent*in auf Arbeitnehmer*in verändert. Dies ist z.B. der Fall, wenn durch befristete Beschäftigungen/Arbeitszeiterhöhungen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit in maximal 26 Wochen im Jahr aufs Wochenende, nachts oder die Semesterferien fällt.

Ich hoffe, diese Infos haben etwas Licht ins Dunkle gebracht! Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden. Ansonsten kannst du auch gerne unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen.

Beste Grüße
Cecilia
DGB-Jugend Studierendenberatung

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