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Studierenden-Beratung

Mehrere Jobs als Studentische Hilfskraft

Hallo, 

ich habe gerade zwei neue Jobs als studentische Hilfskraft angefangen bei zwei unterschiedlichen Instituten zweier Universitäten. 

1. der erste Job hat einen Monatslohn von 553,41€

2. der zweite Job 464€ 

Meine Frage lautet: Inwiefern und wie hoch meine Abgaben sein werden und ob es sich so eine Anstellung überhaupt lohnt. In welchen Bereich (Werkstudententätigkeit, geringfügig, etc) die Anstellungen fallen, ist in den Verträgen nicht wirklich ersichtlich. 

Über eine Rückmeldung diesbezüglich würde ich mich freuen. 

LG 

RE: Mehrere Jobs als Studentische Hilfskraft

Hallo,

vielen Dank für deine Anfrage.

Leider kommt es derzeit zu verlängerten Bearbeitungszeiten, deswegen entschuldige die verspätete Antwort. Sollten sich über die Zeit neue oder andere Fragen ergeben haben, stelle gerne eine neue Anfrage auf der Startseite der Onlineberatung: https://jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work.

Nach deinen Angaben möchtest du einen Midijob mit einem Minijob kombinieren. Folgendes ist hierbei zu beachten:

Bei Midijobs gilt, dass bis zu einer Grenze von 2000€ nicht gleich dein gesamtes Einkommen zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge herangezogen wird, sondern nur ein bestimmter Teil. Das nennt sich Übergangsbereich bzw. Midijob.

Die Kombination von Midijob und Minijob bzw. geringfügiger Beschäftigung ist relativ problemfrei möglich. Über deinen Midijob (also deiner Hiwi-Stelle im Umfang von 553,41€) wirst du sozialversicherungspflichtig angemeldet (möglicherweise als Werkstudent*in, aber dazu gleich mehr) und damit bleibt der Minijob (der zweite Hiwi-Job) sozialversicherungsfrei (bis auf 3,6% Rentenversicherung).

Steuerlich kann ein Minijob pauschal mit 2% versteuert werden. Das Gehalt daraus zählt dann nicht in den Steuerfreibetrag mit hinein, sondern kann quasi obendrauf dazuverdient werden. Nur wenn der Minijob über deine Steuer-ID abgerechnet wird, fällst du dort in Steuerklasse 6 (weil du mehrere Beschäftigungen in unterschiedlichen Lohnsteuerklassen hast).

Und nun zur 20h-Regel bzw. dem sogenannten Status als „Werkstudent*in“:

Beim sogenannten Werkstudent*innenstatus handelt es sich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), den Vollzeitstudent*innen i.d.R. immer dann innehaben, wenn sie nicht mehr als 20h/Woche arbeiten. Wenn du diese Grenze von 20h/Woche mit beiden Jobs nicht überschreitest, wirst du von deinem Hauptarbeitgeber in der Sozialversicherung als Werkstudent*in angemeldet (also dort, wo du die Verdienstgrenze des Minijobs überschreitest). Du zahlst dann 9,3% von deinem Gehalt in die Rentenversicherung und musst dich selbst studentisch krankenversicherung (circa 120€/Monat).
Solltest du mehr als 20h/Woche arbeiten, wirst du als Arbeitnehmerin angemeldet und zahlst reguläre Sozialversicherungsbeiträge (circa 20% SV-Abgaben von deinem Gehalt).

Ich hoffe, die Infos helfen dir weiter! Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden. Ansonsten kannst du auch gerne unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen. Ansonsten wirf doch gerne einen Blick in unsere FAQs, hier findest du alle Informationen zu den unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen!

Beste Grüße
Cecilia
DGB-Jugend Studierendenberatung

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