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Studierenden-Beratung

Teilzeittätigkeit und Werkstudentenjob

Hallo Zusammen, 

Ich arbeite neben meinem Studium Teilzeit 30 Stunden (Steuerklasse 3) die Woche und möchte noch einen Werkstudenten Job annehmen. Meine Frage bezieht sich zunächst einmal auf die Frage, ob dies überhaupt zulässig ist und worauf ich achten müsse. In welche Steuerklasse fällt dann der Werkstudenten Job?

RE: Teilzeittätigkeit und Werkstudentenjob

Hallo,

vielen Dank für deine Anfrage. Derzeit kommt es leider zu verlängerten Bearbeitungszeiten, entschuldige die verspätete Antwort. Sollten sich über die Zeit neue oder andere Fragen ergeben haben, stelle gerne eine neue Anfrage auf der Startseite der Onlineberatung: https://jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work.

Generell ist es zulässig als Student_in neben dem Studium so viel zu arbeiten wie man möchte, auch wenn hier oftmals die sogenannte 20-Stunden-Regel im ersten Moment für Verwirrung sorgt. Werkstudent_innenstatus oder auch bekannt als die 20h-Regel, heißt die Regelung, nach der beschäftigte Studierende einen besonderen Status in der Sozialversicherung einnehmen. Sie besagt, dass, wer hauptsächlich studiert und nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, grundsätzlich als „ordentliche Student_in" in der Sozialversicherung gilt. Bei der 20h-Regel handelt es sich zudem nicht um eine Verbotsgrenze, sondern lediglich um eine Orientierungsrichtlinie innerhalb der Sozialversicherung. Auch als Student_in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status als Student_in innerhalb der Hochschule hat das keinen Einfluss. Dort bist und bleibst du Student_in, solange du immatrikuliert bist. Wenn man mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest bedeutet dies, dass man nun Anteilig Sozialversicherungsbeiträge auf das eigene Einkommen zahlen muss. Somit übernimmt der Arbeitgeber dann einen Teil der Sozialversicherungbeiträge, während du von deinem Lohn den anderen teil übernimmtst. Wenn du schon 30 Stunden die Woche arbeitest, ist letzeres ja schon der Fall bei dir.

Generell kannst du also noch einen weiteren Job annehmen. Alleridngs gilt es dabei drei Dinge zu beachten, die berücksichtig und vielleicht vorher abgeklärt werden müssen:

- Du bist verpflichtet deinem jetzigen Arbeitgeber über die Annahme der weiteren Stelle zu informieren.

- Der zweite Job könnte potentiell in Steuerrklasse 6 eingruppiert werden. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, allerdings hat die Steuerklasse 6 auch Nachteile. Bei der Lohnsteuerklasse 6 ist wichtig zu wissen, dass hier oft kein Freibetrag eingetragen ist, so dass du dort ab dem ersten Cent mit einer Pauschalsteuer besteuert wirst. So kann es auch zu Steuereinzügen kommen, selbst wenn du insgesamt unterhalb des Freibetrags bleiben solltest. Du kannst aber ab Beginn des kommenden Jahres mit einer Steuererklärung sämtliche zu viel eingezogenen Steuern wieder zurückbekommen. Hier lohnt sich nachzuhaken, inwiefern eine Eingruppierung in eine andere Klasse zB Lohnsteuerklasse 1 möglich ist. Hier ist oft die Anfrage bei der jeweiligen Personalabteilung hilfreich.

- Manche Unis haben in ihren eigenen Richtlinen Regelungen zur maximalen wöchentlichen Arbeitszeit von Studierenden. Eine Überschreitung dieser Arbeitszeit kann zur Umschreibung in ein Teilzeit-Studium führen. Dies ist am besten mit der Uni direkt abzuklären.

Mehr zum Thema Werkstudent_innenstatus findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/Xhi

Mehr zum Thema Steuerklassen findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/XQB

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

Liebe Grüße,

Liam

DGB-Jugend Studierendenberatung

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