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Studierenden-Beratung

Minijob und Hiwi an der Uni

Hi,

ich habe neben meinem Studium einen 520€ in welchem ich durchschnittlich 10 Stunden pro Woche arbeite. Nun wurde mir ein Stelle als studentische Aushilfskraft an der Uni angeboten, welche ich flexibel nach meinen Möglichkeiten gestalten könnte (z.B. Wie viele Stunden ich im Monat leisten könnte.). Nun würde ich gerne beiden Jobs nachgehen, weißaber nicht ob es sich finanziell lohnen würde.

Da ich noch über die Familienversicherung laufe weiß ich das ich definitiv selbst eine Krankenversicherung abschließen muss sobald ich über 520€ verdiene aber was sonst?

Wie viel Stunden darf ich im Hiwi Job arbeiten und mit welchen Abgaben muss ich je nachdem rechnen?

Bafög beziehe ich nicht.

Vielen Dank

RE: Minijob und Hiwi an der Uni

Hallo,

vielen Dank für deine Anfrage. Derzeit kommt es leider zu verlängerten Bearbeitungszeiten, entschuldige die verspätete Antwort. Sollten sich über die Zeit neue oder andere Fragen ergeben haben, stelle gerne eine neue Anfrage auf der Startseite der Onlineberatung: https://jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work.

Bei deiner Frage sind vor allem drei Aspekte relevant Die Kosten der studentischen Versicherung, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern.

Wie du richtig sagst, müsstest du bei einem Verdienst über 520€ monatlich in die studentische Krankenversicherung wechseln. Diese muss von dir selbst bezahlt werden. Die Kosten dabei belaufen sich auf ca. 130€ monatlich.

Mehr Informationen zum Thema Krankenversicherung findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/XQz

Bei der Berechnung der Beiträge zur Sozialversicherung, die für Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung erhoben werden, zählt jeder Job für sich, lediglich die Arbeitszeit wird bei der Anwendung der 20h-Regel aus allen Jobs zusammengerechnet.. Werkstudent_innenstatus oder auch bekannt als die 20h-Regel, heißt die Regelung, nach der beschäftigte Studierende einen besonderen Status in der Sozialversicherung einnehmen. Sie besagt, dass, wer hauptsächlich studiert und nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, grundsätzlich als „ordentliche Student_in" in der Sozialversicherung gilt. Bei der 20h-Regel handelt es sich zudem nicht um eine Verbotsgrenze, sondern lediglich um eine Orientierungsrichtlinie innerhalb der Sozialversicherung. Auch als Student_in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status als Student_in innerhalb der Hochschule hat das keinen Einfluss. Dort bist und bleibst du Student_in, solange du immatrikuliert bist. Wenn man mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest bedeutet dies, dass man nun Anteilig Sozialversicherungsbeiträge auf das eigene Einkommen zahlen muss. Somit übernimmt der Arbeitgeber dann einen Teil der Sozialversicherungbeiträge, während du von deinem Lohn den anderen teil übernimmtst.

Generell gilt eine kurzfristige Beschäftigung hier als Ausnahme. Also selbst wenn du in der Woche in der du beide Anstellungen hast bei über 20 Stunden Wochenarbeitszeit landest, stellt dies kein Problem dar.

Mehr Informationen zum Thema Werkstudent_innenstatus und den relevanten Ausnahmen findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/Xhi

Bei den Steuern ist dein jährliches Gesamteinkommen ausschlaggebend. Wenn du mit deinem jährlichen Einkommen aus allen Jobs über dem Grundfreibetrag landest, zahlst du auf dne Beträg über dem Freibetrag steuern. Der Grundfreibetrag für 2023 liegt bei 10.908€.

Mehr Informationen zum Thema Freibetrag findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/XQB

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

Liebe Grüße,

Liam

DGB-Jugend Studierendenberatung

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