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Studierenden-Beratung

Werkstudent 20h + Kleingewerbe

Hallo zusammen,

ich arbeite unbefristet für eine Bank in Duisburg. Ich bin als Werkstudent angestellt und arbeite 20 Wochenstunden. Somit wäre die 20-Stunden-Regelung bereits voll ausgereizt.

Ich überlege nun mit meiner Freundin ein Kleingewerbe zu eröffnen, mit welchen wir handgemachte Produkte wie z.B. Schlüsselanhänger bei Etsy anbieten. Meine Freundin ist ebenfalls als Werkstudentin mit 20 Wochenstunden tätigt. Wir beide studieren Vollzeit.

Meine Frage ist, ob die 20-Stunden-Regelung nur für den Hauptberuf, also die Werkstudentenstelle, wichtig ist oder ob die Arbeit im Kleingewerbe mit reinzählt.

Falls ja, wie dokumentieren wir denn im Kleingewerbe unsere Arbeitszeit. Das ganze soll mehr als Hobbytätigkeit stattfinden, also auf jeden Fall als Nebentätigkeit.

Danke schon mal im Voraus.

VG Nils

RE: Werkstudent 20h + Kleingewerbe

Hallo,

vielen Dank für deine Anfrage. Derzeit kommt es leider zu verlängerten Bearbeitungszeiten, entschuldige die verspätete Antwort. Sollten sich über die Zeit neue oder andere Fragen ergeben haben, stelle gerne eine neue Anfrage auf der Startseite der Onlineberatung: https://jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work.

Bei der 20h-Regel wird die Arbeitszeit aus allen Jobs, auch selbstständigen Beschäftigungen, zusammengerechnet. Werkstudent_innenstatus oder auch bekannt als die 20h-Regel, heißt die Regelung, nach der beschäftigte Studierende einen besonderen Status in der Sozialversicherung einnehmen. Sie besagt, dass, wer hauptsächlich studiert und nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, grundsätzlich als „ordentliche Student_in" in der Sozialversicherung gilt. Bei der 20h-Regel handelt es sich zudem nicht um eine Verbotsgrenze, sondern lediglich um eine Orientierungsrichtlinie innerhalb der Sozialversicherung. Auch als Student_in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status als Student_in innerhalb der Hochschule hat das keinen Einfluss. Dort bist und bleibst du Student_in, solange du immatrikuliert bist. Wenn man mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest bedeutet dies, dass man nun Anteilig Sozialversicherungsbeiträge auf das eigene Einkommen zahlen muss. Somit übernimmt der Arbeitgeber dann einen Teil der Sozialversicherungbeiträge, während du von deinem Lohn den anderen teil übernimmt.

Eine Ausnahme ist, dass die die regelmäßige Arbeitszeit auch im Werkstudent_innenstatus 20h/Woche überschreiten kann, soweit die Beschäftigung bzw. die erhöhte Wochenstundenzahl auf die vorlesungsfreie Zeit beschränkt ist. Ob du dies gut nachweisen kannst, solltest du direkt mit deiner Krankenkasse abklären. Generell kann Nachfragen hier nochmal gut sein, da die Krankenkasse für die Einstufung des Werkstudent_innenstatus verantwortlich ist.

Mehr Informationen zum Thema Werkstudent_innenstatus findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/Xhi

Bitte beachtet, dass ihr euch als selbstständige Personen vorher beim Finanzamt melden müsst, auch ein Kleingewerbe muss meisten beim örtlichen Gewerbeamt angemeldet werden. Als selbstständige Person im Studium empfehle ich dir generell die Broschüre zum Thema Selbständigkeit und Studium der DGB-Jugend. Dort findest du noch viele weitere hilfreiche Details, die als selbstständige Person wichtig zu beachten sind, gerade, wenn man auch ein eigenes Gewerbe anmeldet: https://jugend.dgb.de/-/p6n

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

Liebe Grüße,

Liam

DGB-Jugend Studierendenberatung

Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns bei Facebook: https://www.facebook.com/jugend.im.dgb/

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