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Studierenden-Beratung

Minijob + Werkstudent

Liebes DGB Team, 

ich bin derzeit in einem Minijob tätig in dem ich ca. 430€/Monat verdiene. Nun möchte ich zusätzlich noch einen Werkstudentenjob ausführen und ich verstehe leider nicht ganz, auf was ich dabei alles achten muss. Durch die neuen Möglichkeiten mit dem Midijob habe ich den Überblick verloren. Könntet ihr mich einmal aufklären was ich zu beachten habe?

MFG

Simon 

RE: Minijob + Werkstudent

Hallo,

vielen Dank für deine Anfrage. Derzeit kommt es leider zu verlängerten Bearbeitungszeiten, entschuldige die verspätete Antwort. Sollten sich über die Zeit neue oder andere Fragen ergeben haben, stelle gerne eine neue Anfrage auf der Startseite der Onlineberatung: https://jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work.

Bei der Frage, wie viel man als Student_in arbeiten “darf”, ist vor allem die 20h-Regel relevant und nicht unbedingt wie viel man monatlich verdient. Bei der 20h-Regel wird die Arbeitszeit aus allen Jobs, auch selbstständigen Beschäftigungen, zusammengerechnet. Werkstudent_innenstatus oder auch bekannt als die 20h-Regel, heißt die Regelung, nach der beschäftigte Studierende einen besonderen Status in der Sozialversicherung einnehmen. Sie besagt, dass, wer hauptsächlich studiert und nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, grundsätzlich als „ordentliche Student_in" in der Sozialversicherung gilt. Bei der 20h-Regel handelt es sich zudem nicht um eine Verbotsgrenze, sondern lediglich um eine Orientierungsrichtlinie innerhalb der Sozialversicherung. Auch als Student_in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status als Student_in innerhalb der Hochschule hat das keinen Einfluss. Dort bist und bleibst du Student_in, solange du immatrikuliert bist. Wenn man mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest bedeutet dies, dass man nun Anteilig Sozialversicherungsbeiträge auf das eigene Einkommen zahlen muss. Somit übernimmt der Arbeitgeber dann einen Teil der Sozialversicherungbeiträge, während du von deinem Lohn den anderen teil übernimmt.

Wichtig ist, dass du deinen ersten Arbeitgeber über die annahme einer weiteren Beschäftigung informieren musst. Dazu bist du verpflichtet.

Mehr Informationen zum Thema Werkstudent_innenstatus und möglichen Ausnahmen findest du hier: https://jugend.dgb.de/-/Xhi

Potentiell kann es dazu kommen, dass deine zweite Beschäftigung in die Lohnsteuerklasse VI einkategorisiert wird. Die ungünstige Lohnsteuerklasse VI greift immer dann, wenn du zwei oder mehrere Jobs über deine Steuer-Idnr. hast, von denen nur einer in der Lohnsteuerklasse I abgerechnet werden kann. Hier ist in der Regel kein Freibetrag eingetragen, so dass du dort ab dem ersten Cent besteuert wirst. So kann es auch zu Steuereinzügen kommen, selbst wenn du insgesamt unterhalb des Freibetrags bleiben solltest. Du kannst aber ab Beginn des kommenden Jahres mit einer Steuererklärung sämtliche zu viel eingezogenen Steuern wieder zurückbekommen.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns oder die studentischen Gewerkschaftsstrukturen bei dir vor Ort wenden: https://jugend.dgb.de/-/X21

Liebe Grüße,

Liam

DGB-Jugend Studierendenberatung

Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns bei Facebook: https://www.facebook.com/jugend.im.dgb/

Und: Solidarität geht immer! Jetzt Gewerkschaftsmitglied werden: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

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