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Studierenden-Beratung

Schwangerschaft in der Studienzeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin Studentin in meinem vorletzten Semester und bin etwa 1 Monat schwanger. Ich bin seit 9 Jahren in Deutschland aus Drittland. Mein Vertrag als Werkstudentin endet im August 2021 und das Baby ungefähr im Februar kommen soll. Ich frage mich jetzt, ob ich unbedingt arbeiten soll, um von einem staatlichen finanzielle Unterstützung zu profitieren oder reichen schon meine Jahren-Erfahrung als Werkstudent.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen

Aichatou

RE: Schwangerschaft in der Studienzeit

Hallo Aichatou,

vielen Dank für deine Anfrage.

Bitte beachte als allererstes: Wir können und dürfen hier nur allgemeine Auskünfte geben, die keine individuell verbindliche, persönliche Beratung sind. Gerade in Fragen, die den Aufenthaltsstatus berühren, spielen häufig viele individuelle Faktoren mit hinein und es ist sehr sinnvoll, im Vorfeld eine darauf spezialisierte Beratung zu nutzen. Wo es diese gibt, weiß evt. das International Office deiner Hochschule oder dein AStA hat vielleicht ein spezielles Beratungsangebot für internationale Studierende und/oder Studieren mit Kind.

Ob du einen Anspruch auf Sozialleistungen hast hängt von deinem Aufenthaltsstatus ab. Wenn du ein Studi-Visum hast, dann bist du von Sozialleistungen ausgeschlossen. Klär das bitte ab bevor du Anträge stellst, damit du keine Probleme bekommst. Wenn du Sozialleistungen beantragen kannst, dann gibt es die Möglichkeit einen Schwangeren Mehrbedarf beim Jobcenter zu beantragen. Außerdem gibt es bei gesundheitlicher Beeinträchtigung in der Schwangerschaft ab 3 Monaten die Möglichkeit Leistungen beim Jobcenter zu beantragen. Gleiches gilt auch für ein Urlaubssemester, was du beispielsweise wegen der Schwangerschaft einlegst.

Wenn du arbeitest, dann hast du vor der Geburt einen gesetzlich garantierten Mutterschutz. Dieser beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Beachte auch, dass du bei der Bewerbung nicht angeben musst, dass du schwanger bist. Du darfst zu deiner Schwangerschaft unrichtige Angaben machen und es darf dir nicht negativ ausgelegt werden. Die_der Arbeitgeber_in kein Recht dazu haben, dich danach zu fragen, weil es eine unzulässige Frage im Bewerbungsgespräch ist.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du auch unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen oder dich gerne wieder an uns wenden.

Beste Grüße
Miriam
DGB-Jugend Studierendenberatung

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