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Studierenden-Beratung

Beschäftigungsverbot als Werksstudent

BESCHÄFTIGUNGSVERBOT WERKSTUDENTIN
 

Hallo!
Ich arbeite neben dem Studium als Werkstudentin mit 80 Stunden/Monat.
Meinen Vertrag ist unbefristet.
Nebenabgaben zahle ich nur an die Rentenversicherung und über die Krankenkasse bin ich mit um die 100 Euro als Studentin ohne Lohnfortzahlung im Krankenfall versichert.

Nun bin ich schwanger und würde bei meinem Job unter das Berufsverbot fallen. Ich bin in der 6. Woche und das Baby würde Ende Oktober kommen.

Daher meine Frage: Werde ich bei einem Beschäftigungsverbot trotzdem voll bezahlt, so wie es im MuSchG steht?

Vielen Dank & liebe Grüße!

RE: Beschäftigungsverbot als Werksstudent

Hallo Catharina,

vielen Dank für deine Anfrage.

Auch Werkstudent_innen sind Arbeitnehmer_innen, dementsprechend hast du die gleichen Rechte und Ansprüche wie auch andere abhängig Beschäftigte!

Das betrifft die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ebenso wie den Mutterschutzlohn. Der Mutterschutzlohn wird bei Beschäftigungsverboten außerhalb der gesetzlichen Mutterschutzfristen gezahlt und entspricht dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft. Es kann aber auch sein, dass dir dein_e Arbeitgeber_in andere Tätigkeiten zuweist, wenn es um ein allgemeines Beschäftigungsverbot aufgrund der Tätigkeit geht, aber andere Tätigkeiten im Betrieb ausgeübt werden dürf(t)en. Das ist rechtlich zulässig. Du bekommst aber dennoch deinen Mutterschutzlohn in gewohnter Höhe. Das ist in §18 MuSchG geregelt.

Lies dir auch mal unsere Seiten zum Thema Studieren mit Kind(ern) durch, dort findest du viele weitere nützliche Infos.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

Beste Grüße
Andrea
DGB-Jugend Studierendenberatung

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