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FAQ Studierende

FAQ (3)

Im Urlaubssemester bist du – unabhängig von deiner wöchentlichen Arbeitszeit – bei Jobs oder bei freiwilligen Praktika mit einem Einkommen von mindestens 520,01€/Monat voll sozialversicherungspflichtig, was bis zu einer gewissen Einkommenshöhe günstiger als die studentische Pflichtversicherung oder gar die teurere freiwillige Krankenversicherung ist. Denn: der Werkstudent*innenenstatus greift im Urlaubssemester grundsätzlich nicht. Das bedeutet für dein*e Arbeitgeber*in und dich: Beitragspflicht für alle Sozialversicherungszweige (Renten-, Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung), dafür erwirbst du aber auch entsprechende Ansprüche auf Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem. Auch wer als Student*in privat krankenversichert ist, muss in solch einem Fall Beiträge (auch zur gesetzlichen Krankenversicherung) zahlen wie jede*r andere – private Versicherung hin oder her.

Wer hauptsächlich studiert und mit allen Nebenjobs zusammen nicht mehr als 20 Stunden /Woche arbeitet, gilt grundsätzlich als "ordentliche*r Student*in" in der Sozialversicherung und hat damit einen besonderen Status als vergünstigte*r "Werkstudent*in". Werkstudent*innen müssen vom Gehalt nur in die Rentenversicherung reguläre Beiträge einzahlen. Kranken- und Pflegeversicherung wird bei Studierenden anders abgedeckt und die Arbeitslosenversicherung (und damit auch die Ansprüche auf Arbeitslosengeld) fallen weg.

Wichtig: Bei der 20-Stunden-Regel handelt es sich nicht um eine Verbotsgrenze: Auch als Student*in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest! Auf deinen Status als Student*in innerhalb der Hochschule hat das keinen Einfluss, es ändern sich nur die Sozialversicherungsabgaben. Ob das für dich Vor- oder Nachteile hat, solltest du im Einzelfall prüfen.

Minijobs sind für Arbeitnehmer*innen grundsätzlich rentenversicherungspflichtig, aber ansonsten sozialversicherungsfrei. Das heißt, es fallen für dich keine einkommensabhängigen Beiträge in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an – auch nicht für Nicht-Immatrikulierte. Du selbst zahlst lediglich einen verminderten Anteil von 3,6 Prozent für die Rentenversicherung. Durch die Zahlungen entstehen reguläre Ansprüche in der Rentenversicherung.

Beachte: Es gibt im Minijob die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Wenn du dich als Minijobber*in von der Versicherungspflicht befreien lässt, ist das allerdings bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses bindend und du erwirbst keine Ansprüche durch den Minijob aus dem Rentenversicherungssystem. Hast du mehrere Minijobs, gilt die Befreiung für alle Minijobs. Aus einem Minijob allein erwirbst du keine Ansprüche auf Krankengeld von der Krankenkasse.

Die kostenlose Familienversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse wird von Minijob-Einkommen in der Regel nicht berührt, ebenso wenig der Beitrag zur studentischen Krankenversicherung.

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