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FAQ Studierende

FAQ (4)

Alle Beschäftigten einer Hochschule wählen regelmäßig eine Interessenvertretung, den Personalrat. Der Personalrat überprüft, ob die Hochschulleitung bei ihren Entscheidungen genügend Rücksicht auf die Probleme der Mitarbeiter*innen nimmt, fordert die Einhaltung gesetzlicher Standards und Regelungen ein und entscheidet bei Kündigungen und Einstellungen mit.

In einigen Bundesländern ist der Personalrat auch für die studentischen Beschäftigten – zum Beispiel studentischen Hilfskräfte – zuständig, an Berliner Hochschulen gibt es sogar einen eigenen Personalrat für studentische Beschäftigte. Doch auch, wo die Zuständigkeit nicht besteht, können sich studentische Beschäftigte der Hochschulen mit allen Fragen und Problemen rund um ihren Job und den Arbeitsvertrag an den Personalrat wenden. In der Regel arbeiten dort Gewerkschaftsmitglieder, die dir gern und kompetent weiterhelfen.

Für Fragen zu Jobs außerhalb der Hochschule wende dich gerne an unsere Beratungsstellen in den Hochschulinformationsbüros/Campus Offices.

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, kann auch ohne Abitur in elf Monaten Vollzeitstudium an der EAdA in Frankfurt am Main eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben. Voraussetzung ist allerdings das Bestehen einer Aufnahmeprüfung.

Der Abschluss qualifiziert in Hessen und einigen anderen Bundesländern zu einem Hochschulstudium der Rechtswissenschaften, Soziologie oder Volkswirtschaftslehre. Die Studienschwerpunkte an der EAdA liegen in Fragen des deutschen und europäischen Arbeitsrechts und der Mitbestimmung sowie in Fragen der Sozialpolitik. Die EAdA arbeitet in Kooperation mit der Goethe-Universität und der Fachhochschule Frankfurt/M.

Bewerben kann man sich direkt bei der EAdA oder über die Gewerkschaft. Dort kann man dir vielleicht auch helfen, ein gewerkschaftliches Stipendium zu erhalten (inklusive kostenloser Unterbringung und Verpflegung, Unterhaltsgeld von ca. 400 Euro/Monat, Büchergeld und Fahrtkostenerstattung für Heimfahrten, Zuschuss für die Krankenversicherung und in bestimmten Fällen ein Zuschuss für die Miete daheim). Du kannst auch versuchen, von deiner*m Arbeitgeber*in eine Freistellung für die Dauer des Studiums zu bekommen. Damit hättest du die Option, danach wieder in deinen Betrieb zurückkehren.

Für studentische Beschäftigte sind kurze Befristungen in Folge (Kettenbefristung) die Regel, was zu mehr Unsicherheit und Abhängigkeit führt. Nicht immer ist diese Praxis auch rechtens.

Für die Frage, welches Befristungsrecht für deinen Job an der Hochschule gilt, ist entscheidend, was du für eine Tätigkeit ausübst.

Wenn Du als Beschäftigte*r wissenschaftliche oder künstlerische Hilfstätigkeiten ausübst, dann gilt für Dich das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) als Sonderbefristungsrecht in der Wissenschaft. Nach diesem Gesetz können auch für eingeschriebene Studierende, die neben ihrem Studium wissenschaftliche oder künstlerische Hilfstätigkeiten ausüben, leichter und länger befristete Arbeitsverträge ausgestellt werden.

Dafür gilt dann eine Höchstbefristungsdauer von sechs Jahren (vor der Promotion und weitere sechs danach). Innerhalb dieser Dauer darf der Arbeitsvertrag beliebig oft verlängert werden.

Wenn Du aber an der Hochschule nicht wissenschaftliche oder künstlerische Hilfstätigkeiten ausübst, sondern zum Beispiel in der Verwaltung sitzt, oder an der Garderobe arbeitest, dann kannst Du wie alle anderen abhängig Beschäftigten nach dem Teilzeitbefristungsgesetz befristet angestellt werden. Das sieht aber engere Grenzen für Arbeitgeber*innen vor: Ohne sachlichen Grund ist eine Befristung nur für zwei Jahre zulässig und darf innerhalb dieses Zeitraums nur bis zu drei mal verlängert werden. Eine längere Befristung ist nur mit Sachgrund (etwa nur befristet verfügbare Gelder in einem Forschungsprojekt) möglich.

Oft werden Studentische Beschäftigte an Hochschulen falsch befristet. Lass dich gerne von deiner Gewerkschaft dazu beraten, welche Möglichkeiten du hast, dagegen vorzugehen.

Ein HIB/CO ist ein regelmäßiges gewerkschaftliches Beratungsangebot an einer Hochschule, meist ein Büro im Hochschulumfeld, mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Hier werden Studierende in Fragen des Sozial- und Arbeitsrechtes kostenlos beraten, außerdem organisieren viele HIBs/COs regelmäßige Fachveranstaltungen, geben studienspezifische Informationen heraus und leisten hochschulpolitische Arbeit mit regionalem Bezug. Es gibt sie mittlerweile in über 30 Hochschulstädten.

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