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FAQ Studierende

Lohn

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Du hast Anspruch auf regelmäßige Lohnzahlungen in der vereinbarten Höhe. Ob du das Geld zur Monatsmitte oder am Monatsende erhältst, ist im Arbeitsvertrag geregelt. Zahlungen in unregelmäßigen Abständen sind nicht zulässig. Die Höhe des Lohnes ist nicht nur Verhandlungssache. Als absolute Untergrenze gilt der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 12 Euro pro Stunde in 2023 (am 26. Juni 2023 hat die Mindestlohnkommission gegen die Stimmen der Gewerkschaftsvertreter*innen beschlossen, den Mindestlohn zum 1. Januar 2024 auf nur 12,41 Euro und zum 1. Januar 2025 auf nur 12,82 Euro zu erhöhen.)

Zudem gibt es für fast alle Arbeitsbereiche Tarifvereinbarungen oder Richtwerte, die selten um mehr als 20 Prozent unterschrittten werden dürfen. Wenn dein Lohn um mehr als ein Drittel unter dem ortsüblichen Lohn für eine vergleichbare Tätigkeit liegt, ist er sogar sittenwidrig und damit ungesetzlich. Welcher Lohn für deine Arbeit angemessen ist, und ob du einen Anspruch auf eine bestimmte Lohnhöhe hast, erfährst du bei der zuständigen Gewerkschaft.

Passende Fragen zum Thema „Lohn“

Zuschläge zur normalen Lohnhöhe können zum Beispiel bei Nacht-, Schicht-, Wochenend-, Feiertagsarbeit oder Überstunden fällig werden. Diese Zuschläge sind i. d. R. auch einkommensteuerfrei. Allerdings gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf solche Zuschläge (Ausnahme: Seeschiffahrt). Sie müssen im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung festgelegt sein. Es besteht ebenfalls keine gesetzliche Verpflichtung zu sogenannten Sondervergütungen.

Dazu können gehören Weihnachtsgeld, Treueprämien oder Jahresabschlussvergütungen. Werden Arbeitnehmer*innen in einem Betrieb jedoch unterschiedliche behandelt und es besteht ein Verdacht auf einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, kann ein Zahlungsanspruch für die Benachteiligten entstehen. Auch hier solltest du dir Unterstützung beim Betriebsrat oder deiner Gewerkschaft holen.

In der Regel sollte dein Lohn nicht höher oder niedriger sein als der Lohn deiner Kolleg*innen, die dieselbe Arbeit verrichten. Nur in Ausnahmefällen dürfen Unterschiede bestehen – der*die Arbeitgeber*in muss sie aber sehr gut begründen können. Unzulässig ist es jedenfalls, studentischen Beschäftigten (resp. Werkstudent*innen) den tarifvertraglich vereinbarten Lohn vorzuenthalten. Ebenso unzulässig ist, dass die Höhe der Grundvergütung je nach Geschlecht oder Alter der Arbeitnehmer*innen variiert.

Der Lohn, den die*der Arbeitgeber*in mit dir vereinbart, ist der Bruttolohn. Je nachdem, welche Art Beschäftigungsverhältnis du eingehst, werden davon womöglich Steuern und Sozialversicherungsabgaben abgezogen. Übrig bleibt der Nettolohn, der auf dein Konto fließt. Auch daran musst du denken, wenn du deinen Lohn aushandelst.

  • Freibetrag Zuverdienst BAföG: 522,50 Euro
  • Minijobgrenze: 538 Euro (Mindestlohn: 12,41 Euro/Stunde)
  • Freibetrag Zuverdienst Familienversicherung (KV): 505 Euro (außer bei Minijob)
  • Midijob-Zone: 538,01 bis 2.000 Euro
  • Steuerfreibetrag: 11.604 Euro (plus 1.230 Euro Werbekostenpauschale)

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