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FAQ Studierende

Wohngeld für eigene Kinder beantragen?

Wenn du ein (oder mehrere) Kind(er) hast, können diese Anspruch auf Wohngeld haben (sogenanntes Kinderwohngeld), selbst dann, wenn du selbst nicht anspruchsberechtigt bist. Hier lohnt oft eine persönliche Beratung!

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Auch hier gilt, dass bereits im BAföG-Satz ein pauschaler Anteil zur Miete und Nebenkosten enthalten ist (aktuell 360 Euro bei einer eigenen Wohnung und 59 Euro, wenn du bei deinen Eltern lebst). Bei der heutigen Preisentwicklung decken diese Pauschalen die tatsächlichen Kosten für das studentische Wohnen allerdings oft nicht ab. Sie sind geringer als die angemessenen Wohnkosten nach dem Bürgergeld des SGB II. Hinzu kommt, dass Studierende in der Regel auch keinen Anspruch auf Wohngeld haben.

Nur für den Fall, dass du während deines Studiums noch in der elterlichen Wohnung lebst, selbst einen Anspruch auf BAföG hast und deine Eltern hilfsbedürftig sind, also z. B. Bürgergeld beziehen sieht die Gesetzgeberin hier im Bürgereldgesetz eine weitere Unterstützung vor: Nach § 22 Abs. 7 SGB II hast Du dann einen Anspruch auf Übernahme der ungedeckten, angemessenen Wohnkosten, auch ohne dass Du dich auf Arbeitssuche machen musst.

Konkret könnte das so aussehen: Eine Studentin wohnt mit ihren Eltern in deren Wohnung. Die angemessene Miete beträgt 600 Euro. Der Mietanteil für jede Person beträgt 200 Euro. Nach dem BAföG bekommt die Studentin nur den pauschalen Wohnkostenanteil von 59 Euro. Die ungedeckten 141 Euro werden deshalb vom Jobcenter übernommen.

Die Höhe des Wohngeldanspruchs ist abhängig von deinem Einkommen, deiner Kaltmiete und in einigen Fällen auch vom Einkommen derjenigen, mit denen du zusammenwohnst. Eine erste Einschätzung erhältst du über den Wohngeldrechner des BMI. Zum Einkommen zählen neben den steuerpflichtigen Einkünften, z.B. aus Erwerbsarbeit, u. a. auch eine Waisenrente oder ein Stipendium.

Wohngeld ist eine zweckbestimmte Leistung zur Deckung der Wohnungskosten. Beachte deshalb, dass du für eine Wohngeldberechtigung ein Art Mindesteinkommen vorweisen musst, das ausreicht, um deine ungefähren Lebenshaltungskosten abzüglich der Miete abdecken zu können. Im Zweifel lass dich persönlich dazu beraten!

Wohngeld beantragt man beim Sozialamt, beim Wohngeldamt oder bei der Wohngeldstelle der eigenen Gemeinde. Wie auch beim BAföG wird das Wohngeld erst ab dem Monat der Antragstellung gewährt. Du solltest den Antrag also nicht auf die lange Bank schieben. Die zahlreichen Nachweise zum Antrag können auch nachgereicht werden. Wenn das Wohngeldamt sie einfordert, solltest du es aber nicht so lange warten lassen – sonst verlierst du eventuell den Anspruch wegen fehlender Mitwirkung.

In jedem Fall jedoch benötigst du einen Ablehnungsbescheid vom BAföG-Amt.

Nur, wenn du BAföG entweder ausschließlich als Volldarlehen beziehst, z.B. bei Studienabschlusshilfe oder oder wegen mehrmaligem Fachrichtungswechsel. Oder, wenn du BAföG beziehst und mit eine*r/m ALG II-Empfänger*in (die*der nicht zu deinen Eltern gehört) in einem Haushalt lebst, kannst du einen Wohngeldanspruch haben (obwohl ein*e BAföG-Empfänger*in, die*der allein lebt, keinen Wohngeld-Anspruch hat).

Wenn du BAföG beziehst und bei deinen Eltern wohnst, die wiederum ALG II beziehen, kannst du einen Mietzuschuss beim Jobcenter beantragen und brauchst daher kein Wohngeld.

Ja, auch wenn du ein Stipendium (z. B. von einem Begabtenförderungswerk) erhältst, kannst du auch einen Anspruch auf Wohngeld haben. Stipendien werden allerdings zur Hälfte bei der Berechnung des Jahreseinkommens berücksichtigt, die Summe des Wohngeldes kann also geringer ausfallen. Umgekehrt solltest Du bei deiner Stipendiengeber*in prüfen, inwieweit das Wohngeld als Einkommen angerechnet wird.

Für Studierende bis zum Alter von 25 Jahren gelten als kindergeldrelevante Ausbildungen:

  • in ernsthaft betriebenes Hochschulstudium im In- oder Ausland,
  • Auslandssemester, für die ein vergleichbares Studium im Inland unterbrochen wird,
  • ein ernsthaft betriebenes Promotionsstudium,
  • Referendarzeit für angehende Lehrer*innen und Jurist*innen,
  • Pflichtpraktika während des Studiums sowie davor und danach,
  • freiwillige Praktika während des Studiums sowie davor und danach,
  • soweit ein Ausbildungscharakter besteht, werden Zeiten der Beurlaubung vom Studium ausnahmsweise betrachtet, wenn sie wegen Krankheit, Mutterschaft, Prüfungsvorbereitung oder für
  • eine weitere Qualifikation (ggf. Auslandssemester oder Praktikum) anfallen.

Kindergeld wird auch dann während des Studiums gezahlt, wenn man vor Beginn des Studiums wegen Berufstätigkeit oder ähnlichem für längere Zeit kein Kindergeld bekommen hat.

Volljährige Kinder, die Anspruch auf Kindergeld haben, dürfen im Erststudium ohne Einschränkung hinzuverdienen. Soweit bereits ein Studium oder eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde, kann das Kindergeld weiterhin während einer zweiten Ausbildung bezogen werden, wenn keiner anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Von "unschädlicher Erwerbsarbeit" wird ausgegangen, wenn:

  • es sich um einen Minijob oder eine kurzfristige Beschäftigung handelt
  • oder diese die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden nicht übersteigt.

Eine Verdienstobergrenze gibt es hier nicht. Ein konsekutives Masterstudium, dass direkt im Anschluss an einen Bachelor absolviert wird, gilt hier genauso als Teil der Erstausbildung. Arbeitest du nach einem Bachelorstudium erstmal und beginnst erst später ein Masterstudium, wird dies in der Regel als zweite Ausbildung angesehen.

In Ausnahmefällen wird Kindergeld auch gezahlt, wenn man sich zwischen zwei Ausbildungen befindet, zum Beispiel:

  • Für vier Monate wird Kindergeld auch beim Übergang von der Schule zum Studium.
  • Wenn sich nach dem Staatsexamen der Eintritt ins Referendariat verzögert, weil nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen, wird Kindergeld gezahlt. Die Ausbildung gilt dann als unterbrochen.

Wenn von vornherein feststeht, dass aktuell kein Referendariatsplatz frei ist, brauchst du dich nicht einmal zu bewerben. Kein Anspruch besteht hingegen, wenn du dich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung für ein Studium bewirbst, zwischenzeitlich aber ein Gewerbe anmeldest.