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FAQ Studierende

Illegale Beschäftigung

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Illegale Beschäftigung bedeutet, für eine Arbeit Geld zu bekommen, dafür aber weder Beiträge für die Sozialversicherungen noch Lohnsteuer zu zahlen. Zunächst könnte man ja annehmen, dass einem diese Form unangemeldeter, illegaler Arbeit Vorteile bringt – man bekommt alles Geld ohne Abzüge ausgezahlt. Tatsächlich hat aber nur die Arbeitgeber*innenseite davon einen Vorteil. Sie kann euch um vieles leichter um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsentgelt und Mindestlohn prellen.

Auch ist es schwieriger, auf den vereinbarten Lohn zu bestehen und nicht mit weniger als erhofft oder – im schlimmsten Fall – mit gar nichts nach Hause zu gehen. Denn wenn ihr den Lohn einklagen wollt (und das ist letztlich auch bei unangemeldeter Arbeit möglich), wird immer auch euer Arbeitsverhältnis offenbart. Dasselbe gilt auch für andere Ansprüche gegen die Arbeitgeber*innen, zum Beispiel bei der Haftung für Schäden, die während der Arbeit entstanden sind. Hinzu kommt, dass ohne Zahlungen in die Sozialversicherung auch kein Anspruch entsteht:

Bei einem Arbeitsunfall zahlt die Unfallversicherung möglicherweise nicht – ob der*die Arbeitgeber*in genug Geld hat, um deine Unfallfolgekosten zu tragen, ist fraglich. In der Rentenversicherung entsteht kein Anspruch. Auch in der Kranken- oder der Arbeitslosenversicherung entstehen keine Ansprüche, selbst wenn man nicht unter das Werkstudent*innenprivileg fiele. Wird unangemeldete Arbeit entdeckt, können die Sozialversicherungs-Beiträge auch lange rückwirkend eingefordert werden.

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