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2 Jobs

Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage:
Ich bin ab 1.4 als Werkstudentin (16h/ Woche) angestellt, jedoch wurde ich schon darauf hingewiesen, dass es sein kann, dass ich jederzeit gekündigt werde, da ich projektbezogen eingestellt worden bin und das Projekt ggf. aufgrund von Corona verschoben wird. Ich überlege nebenbei für die Übergangszeit noch einen Minijob anzunehmen, darf aber ja nur innerhalb der Semesterferien 20h arbeiten. Bis zum welchem Zeitpunkt gilt diese Regelung jetzt genau? (Vorlesungsbeginn ist ja verschoben worden).

Saskia1993: 25.03.2020 |
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  • RE: 2 Jobs

    Hallo Saskia,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Erstmal grundsätzlich: Auch als Studentin darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status innerhalb der Uni hat das keinen Einfluss.

    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung(en), je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden.
    Bei der sogenannten 20h-Regel handelt es sich nicht um eine Verbotsgrenze, sondern lediglich um eine Orientierungsgrenze innerhalb der Sozialversicherung (SV) zur Ermittlung deines Status dort.
    Ausschlaggebend für die Ermittlung deines SV-Status ist deine regelmäßige Arbeitszeit und daran orientiert, ob dein Studium im Vordergrund steht oder die Arbeit.
    Dabei wird davon ausgegangen, dass das Studium im Vordergrund steht, wenn du als Vollzeitstudentin während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20h/Woche arbeitest. Dann wirst du im Job als Werkstudentin angemeldet. In der vorlesungsfreien Zeit kannst du auch mehr als 20h/Woche arbeiten, ohne dass das Einfluss auf deinen SV-Status hat.
    Dabei gilt als vorlesungsfreie Zeit die Zeit, in der an deiner Uni/in deinem Bundesland offiziell keine Vorlesungen stattfinden. Sollte der Semesterstart coronabedingt eventuell noch nach hinten verschoben werden, wird damit auch die vorlesungsfreie Zeit ausgedehnt.

    Für Minijobs gelten nochmal eigene Regeln, da diese geringfügig sind. Bei 450€-Minijobs ist die Einkommensgrenze von 450€/Monat ausschlaggebend, bei kurzfristige Beschäftigung die Jobdauer. Ob du insgesamt mehr oder weniger als 20h/Woche arbeitest und ob gerade Vorlesungszeit oder Semesterferien sind, spielt hier keine Rolle.

    Wichtiger Hinweis: Corona hebelt das Arbeitsrecht nicht einfach aus! Wenn du einen Arbeitsvertrag hast, gilt dieser - auch dann, wenn das Projekt verschoben wird. Mindestens aber müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen eingehalten werden. Ausführlichere Infos rund um Corona & Jobben findest du in unseren FAQs und beim DGB.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 26.03.2020


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