Deutscher Gewerkschaftsbund

Werkstudent und Minijob kombiniert

Hallo,
Ich habe kürzlich einen Werkstudentenjob angenommen. Gleichzeitig habe ich noch einen Minijob in einer Bar, dort arbeite ich ca. 2- 4 mal im Monat, meist nur am Wochenende.

So wie ich es verstanden habe, darf ich nicht über meine 20h/Woche kommen insgesamt während der Vorlesungszeit.
Bedeutet das, dass ich im Monat im Schnitt nicht über diese Grenze kommen darf, oder wirklich jede Woche nicht? Also dürfte ich in einer Woche 21 Stunden haben und in der nächsten dafür 19, oder ist das nicht zulässig?

Vielen Dank schon einmal für eure Antwort!

Cara : 19.11.2019 08:16:05 |
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  • RE: Werkstudent und Minijob kombiniert

    Hallo Cara,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Erstmal grundsätzlich: Auch als Studentin darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest.
    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung, je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden.

    Dabei wird die sogenannte 20h-Regel als herangezogen. Es handelt sich also nicht um ein Gesetz, sondern lediglich um eine Orientierungsgrenze innerhalb der Sozialversicherung (SV) zur Ermittlung deines Status dort (auf deinen Status als Studentin innerhalb der Uni hat das keinen Einfluss).
    Ausschlaggebend für die Ermittlung deines SV-Status ist deine regelmäßige Arbeitszeit (einzelne Spitzen spielen in der Regel keine Rolle) und daran orientiert, ob dein Studium im Vordergrund steht oder die Arbeit.
    Dabei wird davon ausgegangen, dass das Studium im Vordergrund steht, wenn du als Vollzeitstudent_in nicht mehr als 20h/Woche arbeitest. Dann wirst du im Job als Werkstudent_in angemeldet.
    Von dieser 20h-Regel gibt es dann auch noch Ausnahmen, nach denen du mehr als 20h/Woche arbeiten kannst, ohne dass sich dein SV-Status von "Werkstudentin" auf "Arbeitnehmerin" verändert. Dies ist z.B. der Fall, wenn durch befristete Beschäftigungen/Arbeitszeiterhöhungen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit in maximal 26 Wochen im Jahr aufs Wochenende, nachts oder die Semesterferien fällt.

    Mehr hier: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi und hier: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​ina

    Im Zweifel muss das im Einzelfall geprüft werden, das können wir im Rahmen eines Onlineforums nicht einschätzen. Zuständig für deine korrekte Anmeldung und damit auch für die Prüfung, wie du anzumelden bist, ist dein_e Arbeitgeber_in im Werkstudijob. Seid ihr euch beide unsicher, könnt ihr ein sogenanntes Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Renteversicherung Bund beantragen.
    Den meisten Arbeitgeber_innen ist es meiner Erfahrung nach aber einfach egal, ob es in einzelnen Wochen Schwankungen gibt, solange die regelmäßige Gesamtarbeitszeit nicht über 20h/Woche liegt.

    Was du sonst noch beachten solltest, wenn du mehrere Jobs kombinierst, kannst du hier nachlesen: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XhB

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    [ˈjuːnjən]

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und tritt unserer Facebookgruppe bei: https:/​/​www.facebook.com/​groups/​DeinNetzwerkfuersStudium/​

    Solidarität geht immer! Mitglied werden: https:/​/​jugend.dgb.de/​dgb_jugend/​ueber-uns/​mitglied-werden

    S@W: 19.11.2019 13:38:22


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