Deutscher Gewerkschaftsbund

Urlaubspause

 Winterpause- keine Onlineberatung

Wir versuchen immer so schnell es geht zu helfen, aber auch wir brauchen mal Urlaub. Daher findet vom 21.12.18 bis 7.01.2019 keine Onlineberatung statt.

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Nach der Urlaubspause beantworten wir Eure Anfragen chronologisch. Habt bitte Verständnis für Wartezeiten.

Sozialversicherung/Steuer bei Praktikum + SHK Job

Hallo,

ich arbeite momentan als SHK 20h im Monat (verdiene ca. 180€) an der Universität und werde im März zusätzlich ein Praktikum (verdiene dort 400€ - Praktikumsdauer: 1 Woche) machen.

Muss ich durch diese Kombination Steuern zahlen bzw. mich selbst versichern, da ich über die 450€ komme und eigentlich noch in der Familienversicherung bin?
Mit welchen Abgaben muss ich rechnen?

Vielen herzlichen Dank für eure Hilfe!

Patricia B.: 27.11.2018 13:27:41 |
Tags:
  • RE: Sozialversicherung/Steuer bei Praktikum + SHK Job

    Hallo Patricia,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Die Einkommensgrenze in der gesetzlichen Familienversicherung beträgt ab 2019 voraussichtlich 445€/Monat (das entspricht ca. 528€/Monat brutto) ODER 450€/Minijob. Verdienst du mehr, musst du dich ggf. selbst studentisch kranken- und pflegeversichern (ca. 90€/Monat). https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQz
    Einkommen aus kurzfristiger Beschäftigung bleiben hier allerdings außer Betracht, das kannst du also zusätzlich dazu verdienen, ohne das die Familienversicherung entfällt.
    Außerdem ist es grundsätzlich möglich, in bis zu 2 Monaten im Jahr über die Einkommensgrenze zu kommen, ohne dass die Familienversicherung entfällt.
    Wenn es bei der einmaligen Mehreinnahme durch das Praktikum bleibt, sollte dies also keine Auswirkungen auf deine Familienversicherung haben.

    Nun zu den voraussichtlichen Abgaben:

    Bei deinem ersten Job handelt es sich um eine Minijob. So nennt man alle Jobs, bei denen du nicht mehr als 450€/Monat brutto verdienst. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xge
    Welche Auswirkungen nun dein Praktikum in der Kombination hat, hängt davon ab, ob es sich um ein Pflicht- oder ein freiwilliges Praktikum handelt.

    Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, hat dieses keinen Einfluss auf deinen Minijob, dort ändert sich also nichts.
    Die Vergütung aus dem Praktikum selbst ist dann sozialversicherungsfrei. Ob es dort zu Steuereinzügen kommt, hängt davon ab, wie dein Minijob steuerlich behandelt wird. Nur wenn dieser über deine Steuer-ID (also nicht pauschal versteuert) abgerechnet wird, werden von der Praktikumsvergütung voraussichtlich Steuer eingezogen.
    Du kannst dann aber am Jahresende mit einer Steuererklärung sämtliche zu viel eingezogenen Steuern wieder zurückbekommen. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​inb

    Sollte es sich bei deinem Praktikum um ein freiwilliges handeln, kommt es darauf an, wie dieses angemeldet wird. Infrage kommen eine Anmeldung als weiterer Minijob oder als kurzfristige Beschäftigung.
    Wird es als kurzfristige Beschäftigung angemeldet, ist die Vergütung daraus sozialversicherungsfrei. Steuerlich läuft es so wie auch beim Pflichtpraktikum.
    Nur wenn du im Praktikum als Minijobberin angemeldet werden würdest, würde dieser mit deinem ersten Minijob zusammmengerechnet werden. Kommst du dann insgesamt auf über 450€/Monat, entfällt der Minijobstatus für die Dauer der Überschneidung für beide Jobs.
    Solange du mit beiden Jobs zusammen insgesamt nicht mehr als 20h/Woche arbeitest, wirst du in beiden dann als Werkstudentin angemeldet. Dann fallen auf beide Gehälter je 9,3% Rentenversicherungsbeiträge an. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi
    Zudem müssten dann auch beide Jobs über deine Steuer-ID abgerechnet werden, so dass du einen davon über die ungünstige Lohnsteuerklasse 6 laufen lassen müsstest. Das ist immer dann der Fall, wenn du mehrere Jobs hast, von denen nur einer über die Lohnsteuerklasse (LSK) 1 abgerechnet werden kann.
    In der LSK 1 ist dein Steuergrundfreibetrag von derzeit 9000€/Jahr (plus ggf. 1000€ Werbungskostenpauschale bei abhängiger Beschäftigung) eingetragen, so dass du bis zu einer gewissen Einkommenshöhe im ersten Job keine Steuereinzüge hast.
    Auf LSK 6 ist in der Regel kein Freibetrag eingetragen, so dass du dort ab dem 1. ct besteuert wirst. So kann es auch zu Steuereinzügen kommen, selbst wenn du insgesamt unterhalb des Freibetrags bleiben solltest.
    Du kannst dann aber am Jahresende mit einer Steuererklärung sämtliche zu viel eingezogenen Steuern wieder zurückbekommen. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQM

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 03.12.2018 14:48:06


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