Deutscher Gewerkschaftsbund

Urlaubspause

 Winterpause- keine Onlineberatung

Wir versuchen immer so schnell es geht zu helfen, aber auch wir brauchen mal Urlaub. Daher findet vom 21.12.18 bis 7.01.2019 keine Onlineberatung statt.

Für schnelle und direkte Hilfe schaut einfach persönlich vorbei. Die Öffnungszeiten unserer lokalen Hochschulinformationsbüros und Campus-Offices findet ihr direkt vor Ort.

Nach der Urlaubspause beantworten wir Eure Anfragen chronologisch. Habt bitte Verständnis für Wartezeiten.

Werkstudent und Minijob

Hallo,

ich habe seit einiger Zeit eine halbe Stelle an der Uni. Weil ich aber noch eingeschrieben bin, wurde ich als Werkstudent eingestuft. Da ich 30 bin, ist es für mich allerdings in Bezug auf die Krankenversicherung unterm Strich teurer, als wenn ich mir mit meinem Arbeitgeber die entsprechenden Kosten teile. Ich habe zudem einen Minijob in Ausblick, sodass ich über die 20 Stunden Grenze kommen würde und dann ja Sozialversicherungsabgaben zahlen müsste, was in meinem Interesse ist. Meine Frage ist nun allerdings, welcher der beiden Arbeitgeber (von meinem Teilzeitjob oder dem Minijob) die Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss? Der Minijob ist lediglich auf 100€ beschränkt.

Vielen Dank bereist im Voraus und beste Grüße

L.

L.: 23.11.2018 08:57:54 |
Tags:
  • RE: Werkstudent und Minijob

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Egal ob Studi oder nicht oder ob es noch andere Beschäftigungen gibt: Minijobs sind für Arbeitnehmer_innen von allen Sozialabgaben außer der Rente befreit, Arbeitgeber_innen zahlen Pauschalen, aus denen aber keine Ansprüche entstehen. Von der Rentenversicherungspflicht können sich Arbeitnehmer_innen befreien lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xge.

    Es kommt erstmal nur auf die Frage an, ob der Minijob im Verhältnis zu anderen Beschäftigungen ein solcher bleibt und dabei gilt:

    Die Kombination von einem (einzigen) Minijob und einer regulären Beschäftigung (über 450€) ist möglich, der Minijob wird in der Sozialversicherung nach Minijob-Regeln, der reguläre je nach Einkommenshöhe nach Midi-Job/Gleitzeitregeln https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xge oder (ab 850€) mit den vollen Beitragssätzen eingestuft https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQi.

    Wenn du also regelmäßig mehr als 20h/Woche arbeitest und damit nicht mehr als Studierende_r in er Sozialversicherung einzustufen bist (Achtung: mögliche Ausnahmen für Arbeit in den Abend- und Nachtstunden, am Wochenende sowie in den Semesterferien https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi ), so müsste dich die Uni voll sozialversicherungspflichtig melden und ihr müsstet hälftig Beiträge in alle Zweige der SV einzahlen, auch in die Krankenkasse – woraus dir dann wiederum ein Krankenversicherungsanspruch entstehen würde und die eigene Pflicht zur „freiwilligen“ Versicherung wegfallen würde.
    In der Gleitzone (zwischen 450,01€ und 850€) wären es für dich verminderte Beiträge.

    Wenn du bei Fragen der Einstufung sicher gehen möchtest, ob mit dem zusätzlichen Minijob das Werkstudi-“Privileg“ erlischt oder nicht (weil die Krankenkasse z.B. Ausnahmen unterstellt), kannst du deine Krankenkasse fragen, die das entscheiden muss, und dir die Auskünfte schriftlich geben lassen.

    Ein Wechsel im Status der Sozialversicherung ist übrigens kein Kündigungsgrund, du bist lediglich verpflichtet alle deine Arbeitgeber_innen über die anderen Tätigkeiten zu informieren, so dass sie dich korrekt anmelden können https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XhB.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße,
    Valentin
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 29.11.2018 11:19:52


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