Deutscher Gewerkschaftsbund

Urlaubspause

 Winterpause- keine Onlineberatung

Wir versuchen immer so schnell es geht zu helfen, aber auch wir brauchen mal Urlaub. Daher findet vom 21.12.18 bis 7.01.2019 keine Onlineberatung statt.

Für schnelle und direkte Hilfe schaut einfach persönlich vorbei. Die Öffnungszeiten unserer lokalen Hochschulinformationsbüros und Campus-Offices findet ihr direkt vor Ort.

Nach der Urlaubspause beantworten wir Eure Anfragen chronologisch. Habt bitte Verständnis für Wartezeiten.

Werkstudentenjob Einkommensgrenze unregelmäßig überschritten

Hallo,

derzeit bin ich bei der Krankenkasse familienversichert. Ende August fange ich einen neuen Job als Archivshilfskraft (Werkstudent) an, bei dem ich mehr als 435€ (plus Werbungskosten) verdienen könnte.
Würde ich regelmäßig mehr als 435€ verdienen, würde ich ja aus der Familienversicherung rausfallen und müsste mich selbst versichern. Nun habe ich aber gelesen, dass es "Unschädlich ist [..], wenn die genannten Grenzen in höchstens zwei aufeinanderfolgenden Monaten überschritten werden.". Ist das tatsächlich der Fall? Bin ich also weiterhin Familienversichert, wenn ich beispielsweise im September 550€ und im Oktober 420€ verdiene? Oder im September und Oktober 550€ und danach wieder weniger als 435€?

Und allgemein: Kann ich allgemein 518€ (435€ Gehalt + 83€ Werbungskosten) monatlich verdienen, ohne aus der Familienversicherung auszufallen?

Danke für die Ihre Hilfe.

Viele Grüße
Melanie

Melanie: 03.08.2018 13:39:22 |
Tags:
  • RE: Werkstudentenjob Einkommensgrenze unregelmäßig überschritten

    Hallo Melanie,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Sobald du regelmäßig mehr als 518€/Monat brutto verdienst, entfällt die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Familienversicherung. Du musst dich dann selbst studentisch kranken- und pflegeversichern (ca. 90€/Monat). Bis zu 518€/Monat brutto kannst du aber in abhängiger Beschäftigung allgemein verdienen, ohne dass die Familienversicherung entfällt. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQz

    In bis zu drei Monaten im Kalenderjahr darf das Einkommen unvorhergesehen mehr betragen. In Anlehnung an die bis Ende 2018 angehobene Zeitgrenze für kurzfristige Beschäftigungen von zwei auf drei Monate, ist auch diese Grenze für mögliche Überschreitungen in dem Zeitraum auf drei Monate angehoben worden.
    Unvorhergesehen bedeutet, dass du z.B. spontan für eine_n erkrankte_n Kolleg_in einspringst, nicht, dass du in den Semesterfreien mehr arbeitest, weil du mehr Zeit hast! Wenn dein regelmäßiges zu erwartendes Arbeitsentgelt immer ca. um die 518€/Monat brutto liegt und eine Überschreitung deshalb ab und zu passiert, weil ihr flexible Stunden vereinbart habt, kann es sein, dass auch eine Überschreitung in nur drei Monaten im Jahr als "regelmäßig" und aufgrund der von vornherein flexibel ausgerichteten Arbeitszeit nicht als unvorhergesehene Überschreitung betrachtet wird. Das entscheidet im Endeffekt aber deine Krankenkasse. Dann müstest du dich in den Monaten, in denen dein Bruttoeinkommen mehr als 518€/Monat beträgt selbst studentisch krankenversichern.

    Eine weitere Ausnahme gibt es noch bei Einkommen aus kurzfristiger Beschäftigungen. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XhU Hier darfst du theoretisch so viel verdienen, wie du möchtest - das Einkommen daraus wird nicht als regelmäßiges Einkommen betrachtet und zählt daher nicht zum für die Familienversicherung relevanten Gesamteinkommen.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich persönlich in einem unserer Büros in deiner Nähe beraten lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​X2M oder dich auch gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 06.08.2018 15:08:50


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