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Werkstudent und Hiflskraft an der Uni: Stunden und Geld ?

Hallo Students at work Team,

ich arbeitete seit zwei Monaten als Werkstudent in einer Firma. Ich verdiene dort über 400 Euro (jedoch unter 800 Euro). Ich arbeite dort nie mehr als 20 Stunden. Ich bin familienversichert bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Das Unternehmen hat meine Haupt-Lohnsteuerkarte Klasse 1. Ich zahle, wie Ihnen ja sicher bekannt ist, nur die Rentenbeiträge.

Ich habe nun eine Tutoren-Tätigkeit ("Hilfskraft an der Fakultät")) angenommen, die sich allerdings auf den Zeitraum einer Woche beschränkt. Von der Fakultät wird dabei eine fixe Anzahl Stunden (und fixer Stundenlohn) berechnet. Die Stundenzahl liegt ca. bei 23 Stunden (bestehend aus einer gewissen Anzahl Stunden für Vorbereitung, Besprechungen, un dem eigentlichen Tutorium). Ich werde in jedem Fall eine zweite Lohnsteuerkarte (Klasse 6) für diese Tätigkeit beantragen.

Frage 1) Ich müsste normalerweise am Ende des Jahres mittels Steuererklärung die Rückzahlung der zuviel gezahlten Lohnsteuer beantragen (sofern ich unter dem Jahresfreibetrag bleibe, was der Fall sein wird). Kann ich diesen Stress vermeiden in dem ich bereits jetzt, bei der Beantragung der zweiten Lohnsteuerkarte, das zuständige Amt bitte, einen bestimmten Betrag meines Jahresfreibetrags auf die zweite Karte zu übertragen ?

Frage 2) Die genaue Eintragung der Stunden wird von der Fakultät gemacht. Anscheinend lässt die jedoch mit sich reden, was den Zeitraum angeht, an dem die Stunden geleistet wurden, um steuerliche Nachteile für den Stundenten zu vermeiden (ist das eigentlich legal?). Ich werde von jetzt an (also ab Oktober), da das Semester angefangen hat, weniger Stunden in meinem Werkstudentjob arbeiten (durchscnittlich 10 Stunden pro Woche). Muss ich nun insgesamt zusehen dass ich wirklich, für jede Woche einzeln betrachtet, meine Stundenzahl (sowohl im Unternehmen als auch die der Tutortätigkeit zusammengerechnet) maximal 20 Stunden nicht überschritten wird? Mich interessiert das, weil das ja heisst, dass sowohl das Unternehmen wo ich arbeite, als auch die Uni, einen genauen Wochenreport meiner Arbeitszeiten an die Behörden schickt, die das nachverfolgen könnten.

Frage 3) Ich werde, soweit das Stundenproblem geklärt ist, im nächsten Monat einen Verdienst von über 400, jedoch unter 800 € haben, wenn man den Verdienst bei der Werkstudenttätigkeit und der Tutorentätigkeit zusammenrechnet. Ist das soweit OK, oder müssen beide Verdienste zusammengerechnet unter 400 € bleiben ?

Vielen Dank,
Marius

Marius: 26.09.2007 |
Tags:
  • Re: Werkstudent und Hiflskraft an der Uni: Stunden und Geld ?

    Hallo Marius,

    zu 1.
    Es tatsächlich die Möglichkeit, beim Finanzamt die Übertragung eines Teils des Jahresfreibetrages auf die zweite Lohnsteuerkarte zu erwirken (Antrag auf Lohnsteuerermäßigung, Abschnitt E).

    2. Wenn ich Dich recht verstehe, ist der Job an der Uni auf eine Woche insgesamt begrenzt. Dann sollte er unproblematisch sein, denn die 20-h-Grenze kann ausnahmsweise während der Vorlesungszeit überschritten werden, wenn die zugrunde liegende Beschäftigung auf höchstens zwei Monate begrenzt ist.
    Wenn ich Dich nicht richtig verstehe, mußt Du tatsächlich darauf achten, die 20-h-Grenze nicht zu überschreiten.

    3. Im von Dir beschriebenen Fall kann zumindest der zweite Job nicht als Minijob behandelt werden. Vermutlich - auch hier wieder vorausgesetzt, ich habe Dich recht verstanden - bietet sich aber eine kurzfristige Beschäftigung an.

    Sollten noch Fragen offen geblieben sein, melde Dich einfach nochmal.

    Viele Grüße
    Andreas Schackert
    students at work

    dgb-jugend: 08.10.2007


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