Deutscher Gewerkschaftsbund

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(14. Januar 2022). Achtung! Derzeit kann krankheitsbedingt keine Beratung stattfinden. Demnächst sind wir dann wieder uneingeschränkt für euch da.

Werkstudentenjob trotz Pflichtpraktikum

Sehr geehrte Gewerkschaftler_Innen,

zur Zeit befinde ich mich im Praktischen Jahr, ein Pflichtpraktikum beim Studium der Humanmedizin. Wir bekommen für dieses Praktikum eine Aufwandsentschädigung von 400€ und haben keine vorgeschriebene Arbeitszeit, meines Wissens nach.

Jetzt würde ich gerne zusätzlich beim Gesundheitsamt Köln anfangen, die weisen mich aber darauf hin, dass ich die Wochenarbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreiten darf, da ich sonst nicht als Werkstudent angestellt werden kann.

Um herauszufinden ob mein Praktisches Jahr in diesen Pool von 20 Wochenarbeitsstunden geht, soll ich mich mit meiner Krankenkasse auseinander setzen. Diese kommuniziert aber eigentlich nur mit dem Arbeitgaber und konnte mir nicht versprechen, dass ich bis zum 13.01.22 eine Aussage bekomme.

Könnten Sie mir sagen, ob ich neben dem Praktischen Jahr als Werkstudent angestellt werden kann?

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian: 09.01.2022 |
  • RE: Werkstudentenjob trotz Pflichtpraktikum

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Bei einem Pflichtpraktikum handelt es sich nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern um einen Teil deiner Ausbildung. Damit ist es nicht sozialversicherungspflichtig. Die Stunden des Praktikums zählen nicht zu der 20h Regel.

    Allerdings handelt es sich nur um ein Pflichtpraktikum, wenn du die erforderlichen Stunden, die in deiner Prüfungsordnung festgeschrieben sind, ableistest. Häufig kommt es vor, dass das Praktikum über den Pflichtteil hinaus weiter läuft. Sollte bei dir genau 100 Tage festgelegt sein, dann sind auch nur diese 100 Tage als Pflichtpraktikum zu bewerten. Sollte in deiner Prüfungsordnung stehen, dass dein Praktikum mindestens 100 Tage dauern muss, dann können auch die Tage über die 100 Tage hinaus als Pflichtpraktikum gewertet werden.

    Egal ob Pflichtpraktikum oder nicht: das Arbeitszeitgesetz gilt. Dieses regelt eine tägliche Maximalarbeitszeit von 8h (ausnahmsweise: 10h). Das sind bei einer 5-Tageswoche 40h (ausnahmsweise 50) und bei einer 6-Tage-Woche eine wöchentliche Maximalarbeitszeit von 48h (ausnahmsweise: 60h).

    Es ist wichtig, dass du allen Arbeitgebern deine jeweils andere(n) Tätigkeit(en) mitteilst. Dazu bist du verpflichtet, damit die Sozialversicherungsbeiträge und ggf. Steuern korrekt gezahlt werden können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du auch unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen oder dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 10.01.2022


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