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Familienversicherung

Hallo :)

Ich habe dieses Jahr relativ viel gejobbt (Impfzentrum und Daimler), um meine Eltern finanziell zu entlasten, da beide selbstständig sind und das Einkommen durch die Corona-Pandemie stark gelitten hat. Dabei hatte ich leider bis heute die Obergrenze für die Familienversicherung falsch im Kopf (ich dachte immer an 9000€). Ich habe dieses Jahr nun circa 5100€ im Impfzentrum verdient und bei Daimler noch einmal circa 2500€. Damit bin ich (wenn ich korrekt recherchiert habe) über der Grenze für die Familienversicheurng. Nun zu meiner Frage: 

- Was bedeutet das für mich? Muss ich die Krankenversicherung für das gesamte Jahr selber bezahlen?

- Kann ich - falls ich aus der Familienversicherung rausfliege - zum nächsten Jahr wieder eintreten?

- Würde es sich für mich lohnen, jetzt dieses Jahr nochmal im Impfzentrum zu arbeiten, um mögliche Kosten für die Krankenversicherung zu decken (nach dem Motto "Wenn schon über der Grenze, dann richtig, damit es sich auch lohnt")?

Ich bin gerade mit der Situation etwas überfordert und würde mich über eine Antwort freuen!

Vielen Dank und liebe Grüße :)

Adrian: 23.11.2021 |
  • RE: Familienversicherung

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Zunächst einmal: du darfst neben dem Studium so viel arbeiten und verdienen wie du möchtest. Solange du immatrikuliert bist ändert sich dadurch nichts an deinem Studierendestatus an deiner Uni oder Hochschule.

    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung, je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden. Allerdings hat die Arbeit Einfluss auf deinen Werkstudierendenstatus, deine Familienversicherung und ggf. auf BAföG, falls du das bekommst.

    Wenn du über die Familie krankenversichert ist, ist für dich eine andere Grenze maßgeblich. Im Minijobstatus liegt diese bei 450€ pro Monat. Ohne Minijob liegt sie bei 470€ (+ 83,30€ ; Stand 2021). Du könntest also ca. 538€ pro Monat verdienen, ohne dich selbst studentisch krankenversichern zu müssen. Wenn du nicht das ganze Jahr über 470€ verdienst, ist es evtl. möglich in einzelnen Monaten etwas mehr zu verdienen, ohne die Familienmitversicherung zu verlieren. Das kannst du dann am besten mit deiner Krankenkasse abklären. (Hintergrund hier ist, dass es sich bei den 83,30€ um einen auf Monate umgelegten jährlichen Betrag von 1.000€ handelt, der auch in weniger Monaten geltend gemacht werden kann, wenn nicht das ganze Jahr gearbeitet wird).

    Tritt am besten im Kontakt mit deiner Krankenkasse, um dich zu informieren, wie sie mit deiner Situation umgehen. Du bist ohnehin verpflichtet, dein Einkommen mitzuteilen, so dass sie deinen Status feststellen können. Solltest du teilweise aus der Familienversicherung fallen, dann kannst du in den Monaten, in denen du weniger arbeitest, wieder regulär familienversichert sein.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich persönlich bei deiner Mitgliedsgewerkschaft beraten lassen oder dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns bei Facebook.

    dgb-jugend: 23.11.2021


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