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Studium + Hiwi + Teilzeitstelle?

Hallo,


ich studiere aktuell im letzten Bachelorsemester und werde ab Oktober mein Masterstudium beginnen. Aktuell arbeite ich als studentische Hilfskraft mit (20h/Monat bzw. 5h/Woche) noch bis 30. September. Diese Tätigkeit werde ich ab Oktober weiterführen allerdings nur noch mit (10h/Monat bzw. 2,5h/Woche). Daneben möchte ich mich nun gerne um einen Teilzeitstelle mit 19,5h/Woche bewerben (Eintrittstermin ab August).

Würde das denn gehen, oder verliere ich dann meinen Studentenstatus weil ich insgesamt somit über die maximale Stundenanzahl von 20h/Woche komme? Zählt der Job als Studentische Hilfskraft hier mit rein?


Vielen Dank für eure Hilfe!

annainna: 10.07.2021 |
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  • RE: Studium + Hiwi + Teilzeitstelle?

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Zunächst einmal: du darfst neben dem Studium so viel arbeiten und verdienen wie du möchtest. Solange du immatrikuliert bist ändert sich dadurch nichts an deinem Studierendestatus an deiner Uni oder Hochschule.

    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung, je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden. Allerdings hat die Arbeit Einfluss auf deinen Werkstudierendenstatus, deine Familienversicherung bzw. studentische Versicherung und ggf. auf BAföG, falls du das bekommst.

    Bei der sogenannten 20h-Regel handelt es sich lediglich um eine Orientierungsgrenze innerhalb der Sozialversicherung (SV) zur Ermittlung deines Status dort. Je nachdem, ob du regelmäßig mehr als oder bis zu 20h/Woche arbeitest, wirst du entweder als Werkstudent_in oder als voll sv-pflichtige_r Arbeitnehmer_in angemeldet. Hierbei werden die Arbeitsstunden aus alle deinen Jobs zusammen gerechnet, also auch von deinem Job an der Uni.

    Ausnahmen sind in der vorlesungsfreien Zeit und unter bestimmten Umständen bei Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit möglich. Letzteres gilt nur für auf maximal 26 Wochen befristete Beschäftigungen, bei denen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit auf abends/nachts oder das Wochenende fällt.

    Bei der sogenannten 20h-Regel handelt es sich um eine Orientierungsgrenze innerhalb der Sozialversicherung (SV): Arbeitest du als Vollzeit immatrikulierter Student nicht mehr als 20h/Woche, wirst du in der SV als Werkstudent_in angemeldet. Das bedeutet, dass von deinem Gehalt nur Beiträge in die Rentenversicherung (RV) eingezogen werden, nicht aber in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (KV, PV, AV). Krankenversichern musst du dich dann selbst auf eigene Kosten (wenn du nicht familienversichtert bist) und arbeitslosenversichert bist du gar nicht. Vermutlich wirst du dich dann studentisch versichern.

    Kosten: 9,3% RV vom Gehalt + eigene KV/PV (studentisch um die 100€/Monat, ggf. freiwillig mind. 180€/Monat)

    Arbeitest du mehr als 20h/Woche, wirst du als Arbeitnehmer angemeldet. Dann werden von deinem Gehalt anteilig Beiträge in die RV, KV, PV und AV abgeführt.

    Kosten: Insgesamt knapp 20% SV-Abgaben vom Gehalt, keine weiteren Kosten für KV/PV.

    Je nach Einkommenshöhe ist eine volle SV-Pflicht also sogar finanziell günstiger als der Status als Werkstudent. Außerdem erwirbst du Ansprüche auf Leistungen aus dem SV-System (z.B. auf Krankengeld oder später ggf. Alg I).

    Ausschlaggebend für die Ermittlung deines SV-Status ist deine regelmäßige Arbeitszeit (einzelne Spitzen spielen in der Regel keine Rolle) und daran orientiert, ob dein Studium im Vordergrund steht oder die Arbeit.

    Mehr zum Thema Jobkombination, auch z.B. was steuerlich passiert, kannst du hier nachlesen.

    Es ist wichtig, dass du allen Arbeitgebern deine jeweils andere(n) Tätigkeit(en) mitteilst. Dazu bist du verpflichtet, damit die Sozialversicherungsbeiträge und ggf. Steuern korrekt gezahlt werden können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 12.07.2021


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