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Werkstudent + kurzfristige Beschäftigung

Guten Tag,

ich habe folgende Frage: Ich bin derzeit als Werkstudentin tätig, wobei ich 20h der Woche arbeite. Zusätzlich dazu habe ich Vertrag mit einer Firma über kurzfristige Beschäftigung, der auf ein Jahr befristet ist. Es bietet sich die Möglichkeit, während der Vorlesungszeit am Wochenende kurzfristige Job anzunehmen. Wird sich diese Konstellation auf meinen Studentenstatus auswirken oder tritt hier die 26-Wochen-Regelung ein? 

Ich würde mich sehr auf eine Erklärung freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Magi

Magdalena : 22.05.2021 |
  • RE: Werkstudent + kurzfristige Beschäftigung

    Hallo Magi,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Zunächst einmal: du darfst neben dem Studium so viel arbeiten und verdienen wie du möchtest. Solange du immatrikuliert bist ändert sich dadurch nichts an deinem Studierendestatus an deiner Uni oder Hochschule.

    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung, je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden. Allerdings hat die Arbeit Einfluss auf deinen Werkstudierendenstatus, deine  Familienversicherung bzw. deine studentische Versicherung und ggf. auf BAföG, falls du das bekommst.

    Bei der sogenannten 20h-Regel handelt es sich lediglich um eine Orientierungsgrenze innerhalb der Sozialversicherung (SV) zur Ermittlung deines Status dort. Je nachdem, ob du regelmäßig mehr als oder bis zu 20h/Woche arbeitest, wirst du entweder als Werkstudent_in oder als voll sv-pflichtige_r Arbeitnehmer_in angemeldet.

    Ausnahmen sind in der vorlesungsfreien Zeit und unter bestimmten Umständen bei Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit möglich. Letzteres gilt nur für auf maximal 26 Wochen befristete Beschäftigungen, bei denen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit auf abends/nachts oder das Wochenende fällt.

    Die GKV hat in einem Schreiben vom 09.04.2020 erläutert, dass ein Abweichen von der 20h Regel Corona bedingt auch außerhalb der Abend-, Nacht- und Wochenendzeiten möglich ist, solange es keine Präsenzveranstaltungen bzw. ein eingeschränktes Online Angebot gibt. Das gilt jedoch auch nur für eine auf 26 Wochen befristete Beschäftigung. Frag am besten deine Krankenkasse wie sie das auslegt und umsetzt.

    Solange du einen Minijob hast gilt für dich in der kostenlosen Familienversicherung eine Einkommensgrenze von 450€ pro Monat (sonst 470€). Zu der Einkommensgrenze kommt bei anhängiger Beschäftigung die Werbungskostenpauschale vom 1000€/Jahr (durchschnittlich 83,30€/Monat). Verdienst du regelmäßig mehr, so musst du dich selbst studentisch kranken- und pflegeversichern (Kosten ca. 100-110€ /Monat).

    Eine Ausnahme bilden kurzfristige Beschäftigungen (bis zu 3 Monate oder 70 Arbeitstage), auch Einkünfte hieraus sind möglich, ohne die Familienversicherung zu verlieren.

    Es ist wichtig, dass du allen Arbeitgebern deine jeweils andere(n) Tätigkeit(en) mitteilst. Dazu bist du verpflichtet, damit die Sozialversicherungsbeiträge und ggf. Steuern korrekt gezahlt werden können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du auch unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen oder dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 27.05.2021


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