Deutscher Gewerkschaftsbund

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2 Werkstudenten-Jobs oder 1 Werkstudentjob und Minijobs gleichzeitig?

Liebes DGB-Team,

ich befinde mich gerade in einer schwierigen finanziellen Lage! In meinem aktuellen Werkstudenten-Job, bekomme ich sicherlich erst wieder ab April ein geregeltes Einkommen, da der Einzelhandel ja weiterhin geschlossen bleibt!

Ich habe gerade ein Pflichtpraktikum absolviert, und möchte nun dort nach einem Werkstudenten-Job oder Mini-Job mich erkundigen! ;)

Jetzt ist meine Frage:

Kann ich beide Werkstudenten-Jobs gleichzeitig laufen lassen?

Kann ich während des Semesters dann mit beiden zusammen, nicht mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten?

Kann ich jetzt im März in der Vorlesungsfreien Zeit, auch bei beiden 80 Stunden im Monat machen? Da ich ja hier bisher immer bei meinem jetzigen Job Vollzeit (163 Stunden) arbeiten durfte?

Auf was muss ich achten, wenn es passt und ich die Zusage für den Werkstudenten Job bei meinem jetzigen Praktikum bekomme?

Es wäre mega lieb wenn ihr antwortet, dass macht mir gerade etwas Sorgen!

Meine Chefin meinte ich kann 2 Studentenjobs gleichzeitig ausführen, muss nur auf bestimmte Vorgaben achten, damit ich nicht Sozialpolitik werde!

Vielen Dank & Liebe Grüße

Johannes

Johannes: 20.02.2021 |
  • RE: 2 Werkstudenten-Jobs oder 1 Werkstudentjob und Minijobs gleichzeitig?

    Hallo Johannes,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Zunächst einmal darfst du auch als Studierende_r so viel arbeiten, wie du möchtest. Je nach Jobkombination hat das allerdings Auswirkungen in der Sozialversicherung und könnte für dich unterm Strich am Ende weniger netto ausgezahltes Geld bedeuten.

    Beim sogenannten Werkstudent_innenstatus handelt es sich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), den Vollzeitstudent_innen i.d.R. immer dann innehaben, wenn sie nicht mehr als 20h/Woche arbeiten. Ausschlaggebend für die Ermittlung deines SV-Status ist deine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit (einzelne Spitzen spielen in der Regel keine Rolle). Es geht hierbei darum herauszufinden, ob dein Studium oder deine Arbeit im Vordergrund stehen.

    Ausnahmen sind in der vorlesungsfreien Zeit und unter bestimmten Umständen bei Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit möglich. Letzteres gilt nur für auf maximal 26 Wochen befristete Beschäftigungen, bei denen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit auf abends/nachts oder das Wochenende fällt. Wenn du sicher gehen möchtest, kannst du auch bei deiner Krankenkasse direkt fragen, wie sie das handhaben wird und dir die Auskünfte schriftlich geben lassen.

    Ein Wechsel im Status in der Sozialversicherung ist übrigens kein Kündigungsgrund! Auch an deinem Status als Studi an der Hochschule ändert das nichts. Du musst allerdings wichtig, dass du allen Arbeitgebern deine jeweils andere(n) Tätigkeit(en) mitteilst. Dazu bist du verpflichtet, damit die Sozialversicherungsbeiträge und ggf. Steuern korrekt gezahlt werden können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 22.02.2021


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