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Semesterferien und 20h Regel

Hallo liebes Team, 

ich habe mich eben durch ein paar Beiträge und auch die von euch geschriebenen Zusammenfassungen zu verschiedenen Themen gelesen.

Ich konnte leider noch keine Antwort zu den zwei folgenden Fragen finden:

- Man darf ja in den Semesterferien mehr als 20h/Woche arbeiten. Wieviel darf man insgesamt? Ich habe irgendwo die Zahl 40 gelesen. Falls das stimmt, bezieht sich das auf Mo-So oder nur auf Mo-Fr und man darf am Wochenende noch mehr arbeiten?

- Wenn man einmal über seine 20h (in der Vorlesungszeit) gekommen ist, muss man dann nur für diesen einen Monat Sozialversicherungsabgaben leisten?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Liebe Grüße

Lena

Lena: 14.02.2021 |
  • RE: Semesterferien und 20h Regel

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Zunächst einmal: du darfst neben dem Studium so viel arbeiten und verdienen wie du möchtest. Solange du immatrikuliert bist ändert sich dadurch nichts an deinem Studierendestatus an deiner Uni oder Hochschule.

    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung, je nach Kombination und jeweiliger sowie gesamter Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden.

    Allerdings hat die Arbeit Einfluss auf deinen Werkstudierendenstatus, deine studentische Versicherung und ggf. auf BAföG, falls du das bekommst.

    Beim sogenannten Werkstudent_innenstatus handelt es sich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), den Vollzeitstudent_innen i.d.R. immer dann innehaben, wenn sie nicht mehr als 20h/Woche arbeiten

    Ausschlaggebend für die Ermittlung deines SV-Status ist deine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit (einzelne Spitzen spielen in der Regel keine Rolle). Es geht hierbei darum herauszufinden, ob dein Studium oder deine Arbeit im Vordergrund stehen.

    Ausnahmen sind in der vorlesungsfreien Zeit und unter bestimmten Umständen bei Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit möglich. Letzteres gilt nur für auf maximal 26 Wochen befristete Beschäftigungen, bei denen die über der 20h/Woche liegende Arbeitszeit auf abends/nachts oder das Wochenende fällt. Dabei gilt als vorlesungsfreie Zeit die Zeit, in der an deiner Uni/in deinem Bundesland offiziell keine Vorlesungen stattfinden. Sollte der Semesterstart coronabedingt eventuell noch nach hinten verschoben werden, wird damit auch die vorlesungsfreie Zeit ausgedehnt

    Wenn die Ausnahmen der Werkstudi-Regel für dich nicht mehr greifen heißt das, das in deinem Job für dich und dein_e Arbeitgeber_in Sozialversicherungsbeiträge in alle Zweige der Sozialversicherung fällig werden (knapp 20% für jede Seite, für dich im Übergangsbereich bis 1.300 etwas reduziert). Mit der Werkstudi-Regel sind es nur Rentenversicherungsbeiträge, für dich i.H.v. maximal 9,3%.

    Bei einer Anmeldung als voll-sozialversicherungspflichtig beschäftigt erwirbst du dann aber auch die entsprechenden Ansprüche, z.B. auf Krankenversicherung über den Job oder u.U. auch Ansprüche auf Arbeitslosengeld nach dem Studium. Die Kosten für deine eigene studentische Kranken- und Pflegeversicherung würden dabei entfallen.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du auch unser Beratungsangebot bei dir vor Ort nutzen oder dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Miriam
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 15.02.2021


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