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Verlustvortrag Student Rückzahlung

Ich habe eine Frage zu den Steuern für Studenten. Ich verstehe hier nicht ganz, was mir der Verlustvortrag bringen kann. Ich habe unten mal mein Einkommen der Jahre für die ich eine Steuererklärung abgeben möchte aufgelistet. Seit Oktober 2016 mache ich einen Master und bin somit im Zweitstudium. Mein Master werde ich vermutlich im Herbst 2021 abschließen.

seit Oktober 2016: 343 Euro (Honorartätigkeit - monatlich unter 450 Euro)
2017: 844 Euro (Honorartätigkeit - monatlich unter 450 Euro)
2018: 3203 Euro (Pflichtpraktikum über 3 Monate)
2019: 12.500 Euro (Werkstudentenstellen, monatlich immer über 450 Euro, 2 Monate lang zwei Stellen gleichzeitig auf LSK 1 und LSK 6)
2020: circa 20.000 Euro (Werkstudentenstelle) + 450 Euro Job über 2 Monate
2021: voraussichtlich 12.500 Euro (Werkstudentenstelle) 

Ansonsten habe ich bis August 2019 Bafög erhalten bzw. 2017 und 2018 insgesamt 11 Monate Auslandsbafög. Immer den Höchstsatz.
 
Was ich also nicht verstehe: Wenn ich zum Beispiel von 2016 – 2018 einen Verlustvortrag von ich sage mal fiktiv 10.000 Euro geltend machen konnte, werden diese 10.000 Euro dann alle von den Einnahmen von 2019 abgezogen? Also müsste ich dann 2019 nur 2.500 Euro versteuern, was aber hinfällig wäre, da diese unter dem Steuerfreibetrag sind? Oder bringt mir der Verlustvortrag bei diesem Rechenbeispiel dann für 2020 noch etwas?


1) Also anders gesagt: Mit wie vielen Steuerersparnissen kann ich rechnen? Also dies ist natürlich abhängig davon, wie viele Ausgaben ich hatte, das ist klar. Aber mit Fahrtkosten zu den Nebenjobs hatte ich pro Jahr circa Ausgaben von 5000 Euro, die ich steuerlich geltend machen kann. Kann ich dann 2020 mit der vollen Steuererstattung rechnen?
Also wann lohnt es sich jetzt eine Steuererklärung abzugeben, um den Verlustvortrag geltend zu machen? Wäre es ansonsten sinnvoller für 2019 keine Steuererklärung abzugeben, da der Verlustvortrag somit für 2019 komplett flöten geht?

2) Und dann noch unabhängig von dem Verlustvortrag: 2020 habe ich ja Steuern gezahlt. Was ist hier das beste Szenario möglichst viel Geld zurückzubekommen? Ich bin mir jetzt gerade total unsicher, ob es überhaupt Sinn macht, die Steuererklärung von zum Beispiel 2018 abzugeben... Ich hatte 2020 Fahrkosten zur Werkstudentenstelle in Höhe von 2500 Euro zum Beispiel. Also ist es nun realistisch, dass ich mit den Ausgaben von 2020 unabhängig von dem vorherigen Verlustvortrag Geld zurückerwarten kann? Oder muss ich erstmal bis zum Steuerfreibetrag von 9.408 Euro an Ausgaben gehabt haben, dass ich hier etwas zurückerwarten kann? 

Kugelfisch: 16.11.2020 |
Tags:
  • RE: Verlustvortrag Student Rückzahlung

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Leider können wir keine individuelle Steuerberatung machen (und dürften das im Rahmen eines Onlineforums auch gar nicht). Um das für deinen Fall durchrechnen zu lassen, müsstest du eine_n Steuerberater_in fragen oder dich an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden.

    Allgemein ist es so, dass du nur dann einen Verlustvortrag machen kannst, wenn deine Ausgaben höher lagen als deine Einnahmen, also am Ende des Jahres ein Minus steht.
    Auf der Seite des Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. kannst du mehr darüber lesen.

    Höhere Werbungskosten, wie z.B. Fahrtkosten zur Arbeit, kannst du aber auch geltend machen, wenn du keinen Verlust hattest. Das verringert dann deine Steuerschuld im entsprechenden Jahr (für 2020 ginge es dann tatsächlich darum, möglichst viel der gezahlten Lohnsteuer zurückzubekommen).

    Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 19.11.2020


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