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Abgabe Bachelorthesis, Vollzeitjob und KV

Hallo zusammen,

folgendes Problem. Ich studieren im 8 Semester und habe alle Prüfungsleistungen bis auf die Thesis erledigt. Für diese habe ich am 11.11.20 das Abgabedatum.

Von meiner Firma, in der ich jetzt mehrere Jahre als Werkstudentin gearbeitet habe, habe ich nun eine unbefristete Vollzeitstelle angeboten bekommen. Der Vertrag soll Mitte Oktober beginnen.

Wenn ich die Thesis, nach dem 30.09. abgeben will, muss ich mich laut Auskunft des Studierendenservices erneut zurückmelden. Nun meine Frage: Darf ich überhaupt als Vollzeitstudentin eingeschrieben sein und gleichzeitig Vollzeit arbeiten ?

Es wäre ja auch kein richtiges Vollzeitstudium, da ich ja keine Kurse oder Prüfungen mehr vor mir habe, sondern lediglich die Thesis nach dem 30.09. abgeben würde.

Aktuell bin ich nämlich zusätzlich über meine Mutter versichert. Dort darf ich solange versichert bleiben, wie ich als Studentin eingeschrieben bin. Könnte ich dann über das WS 20/21 in der Versicherung drin bleiben, obwohl ich Vollzeit arbeite?

Danke für eure Hilfe!

Liebe Grüße,

Mona 

Mona: 10.09.2020 |
Tags:
  • RE: Abgabe Bachelorthesis, Vollzeitjob und KV

    Hallo Mona,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Das ist völlig unproblematisch, auch als Studentin darfst du so viel arbeiten und verdienen wie du möchtest.
    Je nach Umfang und Art der Beschäftigung sowie deiner Einkommenshöhe, musst du nur entsprechend in der Sozialversicherung angemeldet werden.

    Wenn du Vollzeit arbeitest, entfällt der sogenannte Werkstudent_innenstatus innerhalb der Sozialversicherung (SV).
    Du giltst dort dann ganz regulär als Arbeitnehmerin und bis entsprechend voll sv-pflichtig anzumelden. Das bedeutet, dass von deinem Gehalt Beiträge in die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (RV, KV, PV, AV) abgeführt werden (das macht dein_e Arbeitgeber_in). Krankenversichert bist du dann über den Job und nicht mehr über deine Mutter - unabhängig davon, ob du noch eingeschrieben bist oder nicht.

    Die Beitragsbemessungsgrenze liegt aktuell bei 56.250€/Jahr - nur wenn du mehr verdienst, kannst du dich auch als abhängig Beschäftigte privat krankenversichern, darunter bis du pflichtversichert in der gesetzlichen KV.
    Ob du zusätzlich zur gesetzlichen KV noch bei deiner Mutter mitversichert sein kannst (z.B. für Leistungen, die nicht von der gesetzlichen KV getragen werden), kann ich dir nicht sagen. Private Krankenversicherungen unterliegen nicht den Regelungen der Sozialgesetzgebung. Ausschlaggebend ist euer Versicherungsvertag. Erkundige dich dazu am besten direkt bei eurer PKV.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    dgb-jugend: 15.09.2020


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