Deutscher Gewerkschaftsbund

Krankenversicherung über Arbeitgeber

Hallo an das DGB-Jugend-Team,

ich habe mich bereits durch die Informationsseiten gelesen und bin dennoch unsicher.

Ich bin mit 31 bereits "freiwillig selbst versichert" und zahle entsprechend meine KK gerade selber.

Nach meinem Pflichtpraktikum würde mich das Unternehmen gerne weiter beschäftigen. Nun würde ich gerne vorab berechnen, wie ich dabei für mich am günstigsten weg komme.

Ich will und kann (zeitlich) maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ich kann mit einem Stundenlohn zwischen 14 und 20 € rechnen (Verhandlung steht noch aus).

Jetzt bin ich unsicher, ob ich dann in der Gleitzone bleiben kann/sollte (nicht mehr als 1300€ verdienen?) um dann über meinen AG krankenversichert zu sein; Oder ob ich mit dem Stundenlohn höher ansetzen sollte, womit ich dann aber über 1300€ nicht mehr in der Gleitzone liege sondern mich als Werkstudentin wieder selber "freiwillig" versichern müsste.

Wie rechen ich mir denn jetzt aus, wie ich unterm Strich netto am meisten übrig habe? (nach Abzug von KK freiwillig oder über den AG; nach Abzug eventueller Steuern und Abgaben)
Da bin ich etwas überfragt...
Ich hoffe die Frage ist verständlich.

Vielen Dank und viele Grüße

Anja

Anja: 24.09.2019 22:08:30 |
Tags:
  • RE: Krankenversicherung über Arbeitgeber

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Die Übergangszone (früher Gleitzone) hat erstmal nichts mit deiner Krankenversicherung zu tun. Die Übergangszone regelt wie groß der Anteil deines Lohnes ist, auf dem Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Das ist sogar erstmal davon unabhängig, wie du genau eingestuft bist (z.B. ob Werkstudentinnenstatus oder regulär beschäftigt), sondern es geht nur um den Anteil, auf dem dann die Beiträge bezogen werden. Genauer haben wir das hier auch erklärt: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhb

    Für die Krankenversicherung ist dann der Stundenumfang deiner Beschäftigung relevant:
    Bei einer studienbegleitenden Beschäftigung im Umfang von regelmäßig bis zu 20 Stunden / Woche giltst du in der Sozialversicherung als Werkstudentin. Innerhalb dieses Status werden lediglich Abgaben zur Rentenversicherung fällig.
    Arbeitest du regelmäßig mehr, giltst du als voll sozialversicherungspflichtig. In diesem Fall werden Beiträge in allen Zweigen der Sozialversicherung fällig, die deine Arbeitgeber_innen und du sich teilen. Es werden für dich dann Abgaben in Höhe von ca. 20 Prozent fällig. In diesem Fall wäre auch die Krankenversicherung über die Abgaben gedeckt und folglich müsstest du keine weiteren Beiträge in der freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung leisten.
    Mehr zu dem Status auch hier: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi

    Was nun am Ende für dich günstiger ist, kann und darf ich dir nicht sagen bzw. ausrechen. Aber ich hoffe dir somit ein bisschen mehr Klarheit verschafft zu haben.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße

    Matthias
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 10.10.2019 15:01:11


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