Deutscher Gewerkschaftsbund

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Entgeltfortzahlung Feiertage

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

eine Freundin erhält seit neuestem keine Entgeltfortzahlung an Feiertagen.

 

Folgende Situation:

 

Am Anfang jedes neuen Semesters legt sie und ihr Arbeitgeber fest, an welchen Tagen sie arbeiten möchte. Ist ein Feiertag auf den Arbeitstag gefallen, wurde dieser vergütet. Das hat sich nun geändert, mit der Begründung, das der sie an den Feiertagen nicht mehr einteilt.

 

 

Folgendes habe ich gefunden:

 

„Bei Arbeitsverhältnissen mit flexibler Arbeitszeitgestaltung im Sinne von § 12 TzBfG kommt es für den Anspruch nach § 2 EFZG darauf an, ob der Arbeitnehmer am Feiertag zur Arbeit eingeteilt worden wäre.“

 

 

Trifft das auf sie zu?

 

Vielen Dank und Schöne Grüße

Privater Nutzer

PrivaterNutzer: 14.02.2020 |
Tags:
  • RE: Entgeltfortzahlung Feiertage

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Ja, das trifft zu. Anspruch auf Entgeltfortzahlung an Feiertagen besteht nur, wenn Arbeitszeit auch tatsächlich aufgrund eines Feiertags ausgefallen ist.

    Allerdings darf ihr Arbeitgeber sie nicht absichtlich so einteilen, dass Feiertage grundsätzlich umgangen werden.
    Hier stellt sich allerdings die Frage, ob man nachweisen kann, dass man wegen der Feiertage nicht eingeteilt wird. Wenn sie die Begründung des Arbeitgebers zum Beispiel per Email bekommen hat oder er die Aussage vor Zeugen getätigt hat, besteht die Chance auf (ggf. anteilige) Entgeltfortzahlung. Das sollte deine Freundin am besten anwaltlich prüfen lassen.

    Falls es einen Betriebs- oder Personalrat gibt, kann sie sich auch erstmal an diesen wenden. Vielleicht haben die Kolleg_innen dort bereits Erfahrungen mit dem Problem oder sind sogar schon an einer Lösung dran.

    Ansonsten hätte sie als Gewerkschaftsmitglied hättest du sofort ab Eintritt Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung über ihre Mitgliedsgewerkschaft. Der gewerkschaftliche Rechtsschutz (Vertretung ihrer Anliegen vor Gericht) greift allerdings erst, wenn sie schon länger Mitglied ist. 

    Auch kann sie bei euch an der Uni/FH mal schauen, ob es eine kostenlose (Arbeits-)Rechtsberatung für Studierende, z.B. über den AStA gibt und sich dort erstberaten lassen.

    Gibt es das nicht und möchtesie auch kein Gewerkschaftsmitglied werden, kann sie sich ggf. über Beratungshilfe bei eine_r/m Anwält_in ihrer Wahl beraten lassen und, wenn nötig, Prozesskostenhilfe beantragen.

    Wenn sie noch Fragen hat, kann sie sich auch gerne selbst an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    DGB-Jugend Studierendenberatung

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    Übrigens: Solidarität geht immer! Mitglied werden

    dgb-jugend: 14.02.2020


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