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Honorar und Sozialversicherung

Liebes  DGB-Jugend Studierendenberatung Team,

zunächst wollte ich mich für die ausführliche und hilfreiche Antowrt auf meine letzte Anfrage. Dabei hatte ich erneut erfragt, wie es sich mit der Honorartätigkeit verhält.

Dabei wurde mir geantwortet, dass ich  für das Abführen von Steuern und SozialVersicherungs-Beiträgen  selbst verantwortlich bin und dass ich auf die korrekte Anmeldung der Sozialversicherung achten muss. 

Bedeutet das konrekt, dass ich meine Sozialversichrung selber zahlen muss? Und wie geanu kann ich dies tun? Wie erfolgt die Anmdelung bei der Sozialverischerung? Das Finanzamt konnte mir da leider nicht behilflich sein. 

Beste Grüße,
Christine 

Christine: 13.02.2020 |
Tags:
  • RE: Honorar und Sozialversicherung

    Hallo Christine,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Das Finanzamt hat mit der Sozialversicherung nichts zu tun. Die Sozialversicherung besteht aus den Zweigen Kranken, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.
    Wo du als Selbstständige versicherungspflichtig (und damit auch meldepflichtig) bist und in welchem Zweig du dich freiwillig versichern kannst, hängt von der genauen Art deiner Tätigkeit sowie von Umfang und Verdiensthöhe ab.

    Durch die allgemeine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung musst du die Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit auf jeden Fall deiner Krankenkasse melden. Das kannst du ganz einfach formlos machen. Die melden sich dann schon bei dir und fragen, was sie konkret wissen wollen (in der Regel Fragen zum Umfang der Tätigkeit und wie viel du verdienst).
    Wenn du bei der Krankenversicherung als nebenberuflich selbstständig eingestuft wirst, kannst du bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe familienversichert bleiben, darüber musst du dich selbst versichern. Die Einkommensgrenze in der gesetzlichen Familienversicherung beträgt 455€/Monat. Bei selbstständiger Tätigkeit ist dein Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben) relevant. Verdienst du mehr, musst du dich selbst studentisch kranken- und pflegeversichern (um die 100€/Monat). Wirst du als hauptberuflich selbstständig eingestuft, musst du dich als Selbstständige freiwillig krankenversichern (ab 180€/Monat).

    Manche selbstständige Tätigkeiten sind rentenversicherungspflichtig. Dazu gehören z.B. nicht- geringfügig selbstständige Lehrkräfte, also v.a. Honorar- und Nachhilfehilfelehrer_innen (aber auch Fitnesstrainer_innen können darunter fallen), die mehr als 450€/Monat verdienen.

    Wenn du rentenversicherungspflichtig bist, fallen auf dein Honorar 18,6% Rentenversicherungsbeitrag (RV) an. Das ist der normale Satz, den du als Selbstständige allerdings allein tragen musst. Bei abhängiger Beschäftigung teilen sich Arbeitgeber_innen und Arbeitnehmer_innen den Beitragssatz, so dass du als abhängig Beschäftigte nur 9,3% RV vom Gehalt zahlst.
    Die Anmeldung erfolgt über die Deutsche Rentenversicherung. Dort kannst du dich auch beraten lassen, wenn du unsicher bist, was auf dich zutrifft. Auch auf deren Website kannst du dich informieren.

    In der Arbeitslosenversicherung sind Selbstständige grundsätzlich nicht versicherungspflichtig. Da musst du dich auch nirgends anmelden. Unter sehr strengen Voraussetzungen können sich Selbstständige aber freiwillig versichern.

    In der Unfallversicherung kommt es wieder auf die Tätigkeit an. Manche Selbstständige sind versicherungspflichtig (z.B. Hebammen), manche nicht. Du kannst dich hier aber ebenfalls freiwillig versichern.

    Für manche Tätigkeiten besteht zudem die Verpflichtung zu einer Berufshaftpflicht (z.B. Ärzt_innen).

    Ich hoffe, das hilft dir weiter. Ansonsten findest du Ausführlicheres zum Thema Selbstständigkeit hier sowie in unserer Broschüre Selbstständigkeit und Studium.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    DGB-Jugend Studierendenberatun

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    dgb-jugend: 14.02.2020


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