Deutscher Gewerkschaftsbund

TVStud Hamburg

In Hamburg haben sich studentische Beschäftigte zusammengeschlossen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wir haben die Initiative interviewt. students@work im Interview mit Thomas von der Initiative TVStud Hamburg.

TV Stud Hamburg

© TV Stud Hamburg

In Hamburg hat sich eine Initiative für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigungen gegründet. Wie kam es dazu?

Da kamen verschiedene Sachen zusammen. Zum einen beschäftigt sich die DGB-Hochschulgruppe schon länger mit dem Thema und zum anderen hat sich während einer Protestbesetzung Anfang des Jahres, eine Gruppe gebildet, die sich mit Arbeitsverhältnissen an der Uni befasst. Stein des Anstoßes war dann letztendlich der Erfolg in Berlin.

Wer hat sich da zusammengefunden?

Wir sind eine gemischte Gruppe aus gewerkschaftlich Aktiven, politisch engagierten Studis, aber vor allem studentischen Hilfskräften (SHKs). Wir stehen aber noch am Anfang, sprich, wir finden uns gerade zusammen.

Wo liegen die größten Probleme der Beschäftigten?

Die zwei großen Themen sind, die dürftig Entlohnung und die üppigen Befristungen. Teilweise müssen die SHKs ihre Urlaubs- oder Krankheitstage nacharbeiten. Außerdem besteht keine Personalvertretung und damit kein Ansprechpartner, wenn es mal Fragen und Probleme gibt.

Wie soll es weiter gehen?

Wir sind dabei unsere Bekanntheit zu steigern, mehr Aktive zu gewinnen und uns dadurch selbst auch ein genaueres Bild der ganzen Situation zu machen. Die Beschäftigen haben oft keinen Kontakt untereinander und wir möchten da einen Austausch ermöglichen. Zum Anfang 2019 werden wir gezielt auf Studentisch Beschäftigte zugehen um ins Gespräch zu kommen.

Wie sehen die Reaktionen aus?

Bis jetzt durchweg positiv. Der AStA der Uni Hamburg hat sogar eine Projektstelle eingerichtet, um die Initiative zu unterstützen. Die Herausforderung wird sicher auch darin bestehen, aus der "guten Idee" eine gute Kampagne werden zu lassen. Aber wir sind da ganz zuversichtlich!