Deutscher Gewerkschaftsbund

TVStud Bremen

In Bremen haben sich studentische Beschäftigte zusammengeschlossen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wir haben die Initiative interviewt. students@work im Interview mit Alex von der Initiative TVStud Bremen.

TVStud Bremen

© TVStud Bremen

In Bremen hat sich eine Initiative für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigungen gegründet. Wie kam es dazu?

Die starke Kampagne der Beschäftigten in Berlin hat im Winter 2017/18 einige Studierende in Bremen dazu inspiriert ähnliche Schritte zu gehen. Aus dieser Motivation heraus haben sich einige Menschen gefunden, die nach und nach unsere offene Gruppe aufgebaut haben.

Wer hat sich da zusammengefunden?

Für unsere ersten Treffen fanden sich zu Beginn vor allem in der Hochschul- und Gewerkschaftspolitik aktive Studierende zusammen. Mittlerweile sind wir allerdings eine Mischung aus diesen Aktiven und immer mehr studentischen Hilfskräften, die unzufrieden mit ihrer Beschäftigung sind.

Wo liegen die größten Probleme der Beschäftigten?

Die größte Kritik an der Situation der Beschäftigten ist die Entlohnung. Bremen bezahlt lediglich den gesetzlichen Mindestlohn. Das führt zu einer Insellage, in der das niedersächsische Umland besser bezahlt – Abwanderungsgedanken der Studis nicht ausgeschlossen. Hinzu kommen diverse Probleme bei der Abrechnung und der dafür zuständigen Einrichtung. 

Wie soll es weiter gehen?

Mit unserer im Oktober durchgeführten Befragung der SHKs wollen wir unsere Tarifforderungen weiter ausbauen und mit den Meinungen der Studis untermauern. Im Jahr 2019 wird dann die gezielte Ansprache und Organisation der SHKs ein notwendiger Schritt sein.

Welche Reaktionen gab es?

Die Reaktionen sind durchweg positiv. Die Studierenden freuen sich, dass Menschen aktiv werden und nun eine Möglichkeit zur Mitarbeit existiert. Aber auch auf Seiten der anderen Beschäftigten erfahren wir viel Zuspruch und Solidarität.