Deutscher Gewerkschaftsbund

Ein Europa der Menschen

Fahnentragende Menschen auf der Demo

Europa wird menschlich: Alter Summit in Athen Gunter Quaißer

Alter Summit: Im Juni 2013 wurde in Athen über die Zukunft Europas diskutiert. Die DGB-Jugend war dabei. Von Stefanie Geyer und Sebastian Wiedemann

Im Mittelpunkt des Alter Summit, jenes Treffens, dass an die Europäischen Sozialforen anknüpft, stand ein Manifest, das über Monate unter den beteiligten rund 180 Organisationen aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und NGOs diskutiert wurde. Darin wird ein Ende der Kürzungspolitik, eine strengere Regulierung von Banken und Finanzmärkten, die Stärkung der Rechte von Beschäftigten und mehr demokratische Mitbestimmung gefordert.

In 15 thematischen Assambleas bzw. Versammlungen wurden die zentralen Forderungen diskutiert. Es ging dabei um die Situation der Frauen in Europa, die neben der Jugend und den MigrantInnen am stärksten von der Krise betroffen sind, über Bildungs- und Gesundheitspolitik, den sich immer stärker ausbreitenden Faschismus, bis hin zur Außen- und Finanzpolitik der Europäischen Union.

Welche Schritte müssen ergriffen werden? Die Forderungen des Manifests wollten die TeilnehmerInnen mit den sozialen und politischen Kämpfen in den Krisenländern verknüpft wissen - keine leichte Aufgabe.

Mit dem Alter Summit in Athen wurde ein guter Anfang gemacht. Es gilt nun, einen kontinuierlichen Prozess des Austauschs und des gemeinsamen Handelns zwischen den Beteiligten zu etablieren. Dies ist die Voraussetzung für gemeinsame Aktionen und eine starke europaweit vernetzte Koalition des Widerstands gegen die Kaputtsparpolitik der Troika.

Zum Abschluss setzte das Treffen mit einer Demonstration am griechischen Parlament ein Signal an die Regierungen in Athen, Berlin, Madrid und den Rest der EU. Wir werden weiter Widerstand leisten und uns den so genannten alternativlosen Rezepten der Troika nicht kampflos ergeben werden.


Stefanie Geyer war für die DGB-Jugend, Sebastian Wiedemann für die jungeNGG in Athen.


Das Manifest gibt’s hier.