Deutscher Gewerkschaftsbund

Frauenkampftag 2014: Still Lovin' Feminism

Frauenkampftag Logo

© Bündnis Frauenkampftag

Die DGB-Jugend ruft für den 8. März 2014 zum Aktionstag für Gleichberechtigung auf.

Der Internationale Frauenkampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sowie sexuelle Selbstbestimmung. Ein breites Bündnis, an dem sich die DGB-Jugend beteiligt, organisiert am 8. März in Berlin eine bundesweite Demonstration. Motto: "Still lovin' feminism!"

"Unser Ziel ist es, den 8. März zu (re)politisieren", schreiben die OrganisatorInnen, "Frauen untereinander zu solidarisieren und eine Öffentlichkeit für unsere Anliegen und Forderungen zu schaffen." Der politische Kampf für die Rechte der Frauen und gegen Diskriminierung in allen Bereichen könne nur an den konkreten Lebensverhältnissen ansetzen. Diese seien lokal und vom jeweiligen gesellschaftspolitischen und rechtlichen Rahmen geprägt. "Unser Kampf bezieht sich daher auf die konkreten Verhältnisse, die wir hier angreifen und skandalisieren wollen."

Es geht dabei um einen Kampf für Gleichberechtigung: Mehrheitlich gering entlohnt, flexibel eingesetzt und sozial eher ungeschützt, sind Frauen auf kostengünstige öffentliche Daseinsvorsorge angewiesen. Wenn Regierungen wegen der so genannten Schuldenlast Renten kürzen, Löhne senken, Abgaben erhöhen oder die Gesundheitsversorgung verteuern, dann trifft das Frauen in besonderem Maß. Wirtschaft und Gesellschaft sind nicht geschlechtsneutral. So gilt die Sorge und Fürsorge für Menschen als klassische Frauenarbeit und wird im Job gering und Zuhause gar nicht entlohnt. Die bezahlte und unbezahlte Arbeit muss nicht nur zwischen Männern und Frauen, Erwerbslosen und Berufstätigen umverteilt, sie muss vor allem auch neu bewertet werden. Die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern wirkt sich nach wie vor in prekären Arbeitsverhältnissen aus. Mehr als 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten und Zweidrittel der MinijobberInnen sind Frauen. Sie sind auch deshalb wesentlich häufiger von Altersarmut betroffen oder vom besser verdienenden Partner abhängig. Sie werden in der kapitalistischen Gesellschaft doppelt ausgebeutet - in ihrem Job und Zuhause. Lediglich eine kleinere Schicht Frauen kann sich die herrschenden Arbeitsanforderungen zunutze machen. Auf sie zielt die Familienpolitik, die das Elterngeld nach Einkommen berechnet, Hartz-IV-Familien aber das Erziehungsgeld streicht und das Kindergeld auf die Regelsätze anrechnet. So findet auch unter Frauen eine Umverteilung von unten nach oben statt.

Das Bündnis will einen Beitrag für eine neue feministische Handlungsfähigkeit leisten, von verschiedenen Erfahrungen lernen und an möglichen Punkten gemeinsam kämpfen - zusammen trotz aller Unterschiede und Differenzen und ohne diese Unterschiede zu verschweigen: "Feminismus ist weder überholt, noch unnötig. Er ist als emanzipatorisches Projekt für alle unverzichtbar und aktuell. Deswegen: Heraus zum 8. März 2014!"


Alle Infos: www.frauenkampftag2014.de

Erste Seite  Vorherige Seite 
Seite: 1 2 3 4
Letzte Seite 

Mehr zum Thema

Erste Seite  Vorherige Seite 
Seite: 1 2 3 4
Letzte Seite