Deutscher Gewerkschaftsbund

Würde ist unteilbar – Wir treffen uns am Kanzleramt

Die DGB-Jugend im Regierungsviertel: Wir waren da. Und wir kommen wieder.

Lichtaktion, Beleuchtung des Bundestages mit dem Mindestlohn-Logo, nachts

Berlin, 3. Juni 2014: Die DGB-Jugend beleuchtet die Mindestlohn-Debatte mit einer Lichtinstallation. © DGB-Jugend/Jan Zappner

Keine Ausnahmen beim Mindestlohn: Aktion des Bündnis gegen Ausnahmen beim Mindestlohn am 30. Juni 2014, 10 Uhr, zwischen dem Kanzleramt und dem Paul-Löbe-Haus in Berlin – die DGB-Jugend ist dabei!

Am 30. Juni 2014 wird sich der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages in einer Anhörung mit dem Mindestlohngesetz beschäftigen. Für die DGB-Jugend ist dies eine gute Gelegenheit, Flagge zu zeigen für einen Mindestlohn ohne Ausnahmen!

Derzeit sieht der Gesetzentwurf willkürliche, diskriminierende Ausnahmen für minderjährige Beschäftigte und Langzeitarbeitslose vor. Von wegen, die Jugendlichen würden lieber jobben gehen, als sich ausbilden zu lassen! - Unsinn, das könnten sie ja auch jetzt schon! Richtig ist: Die Unternehmen bilden immer weniger aus, so dass viele junge Leute gezwungen sind, zu jobben, um über die Runden zu kommen. Und dann sollen sie nicht einmal Anspruch auf einen Existenz sichernden Lohn haben?

Ginge es nach dem Wirtschaftsflügel der Union, würde der Mindestlohn noch weiter zerfleddert werden. Was war da nicht schon alles im Gespräch: Nicht nur Ausnahmen für Langzeitarbeitslose – am liebsten gleich für ein ganzes Jahr sowie für junge Beschäftigte - am liebsten gleich bis zum 25. Lebensjahr. Nein, auch Rentner und Rentnerinnen, Minijobber, Zeitungszusteller, Erntehelfer, Taxifahrer, Ostdeutsche etc. sollten leer ausgehen nach Meinung einiger Unionsvertreter. DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller: „Wenn der Mindestlohn nicht ohne Wenn und Aber für alle sozialversicherten Beschäftigten gilt, verdient er seinen Namen nicht.“ Denn dann würde er seine Funktion als klare Lohnuntergrenze verfehlen. Die Arbeitgeber würden die Ausnahmen als Schleichwege nutzen, um die 8,50 Euro zu unterlaufen.

Die DGB-Jugend wird ihren Protest ins Regierungsviertel tragen:

Termin:  30. Juni 2014, 10 Uhr, zwischen Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus

Mit Flashmob der Gewerkschaftsjugend und Redebeiträgen der Mitglieder des Bündnisses gegen Mindestlohnausnahmen: u. a. DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann, NGG-Chefin Michaela Rosenberger, DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Interaktive Infos gibt’s auf der Facebook-Seite „Mindestlohn für ALLE, JETZT!“. Diese Seite ist auch eine Möglichkeit, Fotos von regionalen bzw. bezirklichen Aktionen zu veröffentlichen. Schickt bitte die Bilder an André Schönewolf (andre.schoenewolf@dgb.de).

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