Deutscher Gewerkschaftsbund

Das nächste dicke Ding: Die Jugend beim Kongress des IGB

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© IGB

Und gleich noch ein Kongress: Der Internationale Gewerkschaftsbund tagt ebenfalls in der Hauptstadt, auch mit hoher Jugendbeteiligung.

Und noch mal Konferenz, gleich nach dem DGB und sogar im selben Gebäude: Vom 18. bis 23. Mai 2014 findet der 3. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) in Berlin statt.

Diese Veranstaltung steht unter dem Motto "Building Workers Power". Repräsentant_innen von 175 Millionen Arbeitnehmer_innen aus aller Welt werden über wichtige Weichenstellungen für die Zukunft beraten. 325 Dachverbände aus 161 Ländern schicken ihre 1.500 Delegierten.

Hauptaufgabe des IGB ist die Förderung und Verteidigung der Arbeitnehmerrechte und -interessen durch die internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften sowie globale Kampagnen und Lobbyarbeit bei den großen internationalen Institutionen.

Ein neuer Präsident muss gewählt werden, weil Michael Sommer nicht mehr kandidiert. Eines der Highlights wird der Auftritt von Ex-Fußballprofi Abdesalam Ouddou sein, der im Mittelpunkt der IGB-Kampagne zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar steht, bei deren Vorbereitung außerordentlich schlechte Arbeitsbedingungen herrschen.

Viele wichtige Beschlüsse für die nächsten Jahre zu den Themen Gewerkschafts- und Menschenrechte, Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitsplatz, Gleichstellung und Antidiskriminierung sowie internationale Solidarität werden gefasst.

Kein Wunder, dass sich die Gewerkschaftsjugend hier ebenfalls richtig wohl fühlt – auch hier rückt sie in Mannschaftsstärke an. Elf Teilnehmer_innen unter 27 Jahren sind in der deutschen Delegation. Wie beim DGB-Kongress im Blick: Die Jugend hat in besonderem Maße mit Prekarität zu kämpfen. Eine Finanzkrise jagt die nächste, junge Menschen werden als erste entlassen, finden am schlechtesten Jobs. "Die Gewerkschaften müssen international noch stärker zusammenarbeiten", sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller, der die Eröffnungsveranstaltung moderiert.

"Die gute Jugendbeteiligung ist ein Zeichen der Wertschätzung: Die Gewerkschaftsjugend ist professionell aufgestellt, wir werden als verlässliche Gesprächspartner wahrgenommen", sagt Michael Wagner, der für die internationale Arbeit der DGB-Jugend zuständig ist.

Dies sei auch eine Folge der aktuellen Prozesse in Europa, wo die jungen Gewerkschafter_innen seit 2011 im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Ob beim Jugendgipfel in Berlin und Paris, im vereinten Kampf für die Interessen der jungen Generation oder bei Treffen auf höchster politischer Ebene: Die Gewerkschaftsjugend ist eben auch auf internationalem Parkett höchst gern gesehen.


18. bis 23. Mai 2014. 3. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes. CityCube, Messedamm 22, 14055 Berlin. Infos: http://congress2014.ituc-csi.org/


(aus der Soli 4/14, Autor: Soli aktuell)