Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausbildungsqualität im Handel? Mangelhaft!

Besonders gute Ausbildungsqualität, Karriere- und Aufstiegschancen? Leider nein. Für 2013 liefert der Ausbildungsreport zum Handel ein unschönes Fazit. Im Report enthalten sind separate Auswertungen der fünf wichtigsten Ausbildungskriterien in den Bundesländern Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen.

Handelsriesen stecken viel Geld in die Werbung um Auszubildende und malen darin eine bunte Welt der besonders guten Ausbildungsqualität, Karriere- und Aufstiegschancen. Die Realität sieht anders aus...

Überstunden, fehlende Ausbildungspläne und ausbildungsfremde Tätigkeiten stehen auf der Tagesordnung. "Die Sonderauswertung des DGB-Ausbildungsreports für die Handelsbranche zeigt kein gutes Bild der Ausbildungsqualität", bestätigt Franziska Foullong, in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die Jugendarbeit im Handel zuständig.

Auffällig sind die deutlich schlechteren Befragungsergebnisse für die Berufe der Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk - genau jener Teil des Handels, der am dringendsten Nachwuchskräfte sucht. Dabei ist der Handel eine der Branchen mit den meisten neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.

"Das Ergebnis spricht nicht für die große Welt der guten Ausbildungsbedingungen mit Aufstiegschancen. Eine gute Ausbildung bedeutet, dass Auszubildende einen strukturierten und gehaltvollen Ausbildungsplan haben, der befolgt wird, dass sie nicht als Vollzeitkraft ausgebeutet werden und keine Überstunden leisten müssen", betont die Gewerkschafterin.

Die Sonderauswertung zur Ausbildungsqualität im Handel gibt es hier.