Deutscher Gewerkschaftsbund

Das "Schwarzbuch Ausbildung" der DGB-Jugend

Das neue "Schwarzbuch Ausbildung" der DGB-Jugend zeigt: In vielen Ausbildungsbetrieben gibt es immer noch dringenden Handlungsbedarf.

Schwarzbuch Ausbildung

Auszubildene berichten von schlimmen Zuständen in den Betrieben. Das "Schwarzbuch" der DGB-Jugend zeigt, wo dringender Handlungsbedarf in der Ausbildung besteht. Das Schwarzbuch kann hier bestellt werden

Eine Hotelfachfrau muss in ihrer Ausbildung 10 bis 13 Stunden am Stück arbeiten und einem angehenden Industriekaufmann werden Schläge angedroht, weil er nicht schnell genug arbeitet – das neue "Schwarzbuch Ausbildung" der DGB-Jugend zeigt: In vielen Ausbildungsbetrieben gibt es immer noch dringenden Handlungsbedarf. In dem Buch werden besonders gravierende Fälle der Online-Plattform "Dr. Azubi" beschrieben. Dort beraten Expert_innen des DGB seit 15 Jahren Auszubildende, die Probleme bei der Arbeit haben. Kostenlos und anonym. Die Jugendlichen berichten von Kränkungen, Mobbing, Überarbeitung und mangelnder Wissensvermittlung.

"Überstunden, ausbleibende Gehaltszahlung und ausbildungsfremde Tätigkeiten sind belastend und hinderlich für die Ausbildung", sagt DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte. Man brauche sich nicht zu wundern, wenn im Durchschnitt jede_r Vierte die Ausbildung abbreche. Nur eine moderne Ausbildung könne Preview auf die Arbeitswelt von morgen und ein Garant für den erfolgreichen Einstieg junger Menschen in das Berufsleben sein.

"Wir brauchen endlich eine Mindestausbildungsvergütung, die diesen Namen verdient und ein belastbares System der Qualitätssicherung in der dualen Ausbildung. Die DGB-Jugend fordere daher, das Berufsbildungsgesetz zu modernisieren. "Die von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden oft favorisierte Flexibilisierung der Ausbildung ist eine gefährliche Sackgasse. Schmalspurausbildungen lehnen wir ab", sagt Conte.

Das Schwarzbuch zum Download