Deutscher Gewerkschaftsbund

Ansage an die Politik

Mit ihrem Aktionstag am 16. März 2013 startet die DGB-Jugend ihre ­Aktivitäten zur Bundestagswahl.

Unter dem Motto "Jugend macht Ansagen" mischt sich die Gewerkschaftsjugend in den Wahlkampf ein. "Wir wollen mitbestimmen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Wir wollen gehört werden. Und wenn man uns schon nicht fragt, verschaffen wir uns eben selbst eine Stimme", heißt es im Aufruf für den Aktionstag am 16. März 2013, der in den Städten Berlin, Dortmund, Frankfurt/M., Hannover, Leipzig und Nürnberg stattfinden wird.

Die Gewerkschaftsjugendlichen wollen ihre Sicht der Dinge öffentlich machen. Politik finde nicht nur im Parlament statt, sondern auch auf der Straße, im Internet, in Betrieben, Schulen und Hochschulen: "Politik von oben war gestern."

Warum sollte man sie auch den PolitikerInnen überlassen? Während die sich noch um die Ausrichtung ihrer Parteien streiten, setzt die Gewerkschaftsjugend ihre eigenen Inhalte auf die Tagesordnung: bessere Ausbildung, gute und sichere Beschäftigung, gute Bildung, eine solidarische Alterssicherung und ganz wichtig: ein soziales Europa. Denn die desaströse Sparpolitik muss überwunden werden, da sie die soziale Spaltung in Europa vertieft. Nur eine Politik, die auch die Einnahmenseite in den Blick nimmt, kann zu einer Überwindung der Eurokrise beitragen. Vor allem Vermögen müssen höher besteuert werden. Wirtschaftliche Prosperität und soziale Teilhabe sind dabei gerade keine Gegensätze.

Die Gewerkschaftsjugend steht für eine solidarische und offene Gesellschaft. Am Ansagetag werden die jungen GewerkschafterInnen eine Resolution verabschieden. Mit ihr wollen sie im Vorfeld der Wahlen eigene Mehrheiten für gewerkschaftliche Positionen unter den zukünftigen Mandatsträgern mobilisieren. So viele Abgeordnete wie möglich sollen sich mit den Standpunkten solidarisch erklären. Mit ihrer Unterschrift sollen sie dafür einstehen, sich auch für die Umsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen einsetzen.

Die DGB-Jugend wird auf ihrer Homepage jugend.dgb.de ein Tool zur Ansprache von PolitikerInnen bereitstellen.

 

(aus der Soli aktuell 2/13, Autor: Soli aktuell)