Deutscher Gewerkschaftsbund

Ein heißes Jahr

Bundestagswahl, internationales Jugendtreffen, Homepage-Relaunch, SchülerInnen und natürlich die Bundesjugendkonferenz: 2013 läuft die DGB-Jugend zur Hochform auf.

Keine Frage: Das neue Jahr wird ein explosives Ding für die Gewerkschaftsjugend. Ganz oben auf der Liste: die Bundestagswahl im Herbst, die die DGB-Jugend mit kreativen Aktivitäten begleiten wird. Nach einer Vorbereitungsphase soll der Kick-off offiziell am 16. März 2013 in mehreren Städten gleichzeitig stattfinden. Derzeit sind Berlin, Dortmund, Frankfurt, Leipzig, Hannover und Nürnberg als dezentrale Aktionsorte eingeplant.

Der Tag soll eine klare Ansage in Richtung Politik, Medien und Gesellschaft sein - warme Ohren garantiert! Die DGB-Jugend wird ihre Forderungen deutlich machen und in die Öffentlichkeit tragen. Verbesserungen in Bildung, Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt sind dringend nötig, damit die Jugend eine Chance hat. Prekarität, schlechte Ausbildung und soziale Exklusion im Bildungswesen müssen bekämpft werden.

Direkt im Anschluss, am 18. März, sollen die Perspektiven von Jugendlichen auf einer internationalen Konferenz im größeren Kontext in Berlin diskutiert werden. Die brisanten Themen: die Alterssicherung und die Situation Jugendlicher in den Zeiten der Finanzkrise. Dabei wird die Gewerkschaftsjugend ihre Anforderungen an Politik und Gesellschaft im europaweiten Kontext formulieren.

Damit die Interessen junger GewerkschafterInnen nicht übersehen werden, erarbeitet die DGB-Jugend einen neuen Internet-Auftritt. Die neue Homepage soll in diesem Frühjahr online gehen. Sie wird dynamischer sein und die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken besser einbetten.

Neben den Top-Terminen darf die reguläre Zielgruppenarbeit natürlich nicht vergessen werden. So soll der auf der Bundesjugendkonferenz 2009 beschlossene Antrag zur Ansprache von SchülerInnen umgesetzt werden. Dazu werden aktuelle Materialien für den Unterricht entwickelt. Ein brennendes Thema: In den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen spielen Gewerkschaften kaum mehr eine Rolle. Stattdessen nehmen Arbeitgeberverbände und Unternehmen massiv Einfluss. Ihre Unterrichtsmaterialien lassen gewerkschaftliche Themen systematisch außen vor.

Ein Knaller zum Abschluss des Jahres ist die Bundesjugendkonferenz. Sie wird im November stattfinden, ebenfalls in Berlin. Im Mittelpunkt stehen dabei die vielen ehrenamtlich Aktiven, ohne die die Jugendorganisationen der Gewerkschaften nicht funktionsfähig wären. "Sie sind die Stützen unserer Arbeit", sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller. Die jungen Delegierten werden eine Vielzahl bindender Beschlüsse für die nächsten vier Jahre Arbeit der Gewerkschaftsjugend festlegen. Und sie werden sich natürlich auch mit den dann brandaktuellen Ergebnissen der Bundestagswahl auseinandersetzen.


(aus der Soli 1/13, Autor: Soli aktuell)