Deutscher Gewerkschaftsbund

Kreative Zeichen gegen rechts: Gewinner der "Gelben Hand"

Das sind die Preisträger des Wettbewerbs "Die Gelbe Hand 2021/2022".

© Gelbe Hand

Leider wieder nur online: Die "Gelbe Hand"-Preisverleihung 2021/2022.

Ende März sind die Preise des 15. Wettbewerbs "Die Gelbe Hand" verliehen worden. Gewonnen haben Schüler_innen aus Moers. Weitere Preise gingen nach Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Preisverleihung fand online statt.

Mit dem 1. Preis wurden die Schüler_innen des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs in Moers für die Radiosendung "Rassismus? Nein, danke!" ausgezeichnet. In der 40-minütigen Sendung befragen sie ihre Mitschüler_innen, was sie von Rassismus und Diskriminierung halten, berichten über die eigenen Geschichten und Beobachtungen, führen ein Interview mit einem Schulsozialarbeiter und geben Tipps, wie man sich gegen Mobbing wehren kann.

Den 2. Preis konnte die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Firma Griesson – De Beukelaer für die Öffentlichkeitskampagne "JAV und Azubis für mehr Demokratie – Mensch ist Mensch" mitnehmen. In den internen Medien des Unternehmens wurden von den Auszubildenden entworfene Plakate verbreitet, die bestimmte Firmenprodukte und dezidierte Botschaften gegen Rassismus und Diskriminierung miteinander verknüpfen und die positive Wirkung der Botschaften auf die Belegschaft stärkten.

Der 3. Preis wurde erstmalig doppelt verliehen: Die Schüler_innen der Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz überzeugten die Jury mit dem Animationsfilm "Wir brauchen keinen Rassismus" über die fiktive Geschichte des 16-jährigen Alias aus dem Senegal. Der zweite 3. Preis ging an die Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg für den Film "Befreie dich/mich! – Wir sind gleich!", der Feminismus aus der Perspektive einer vielfältigen Gesellschaft thematisiert.

Der traditionelle Sonderpreis DGB-Jugend NRW ging an die Schüler_innen des Adolph-Kolping-Berufskollegs Münster. In ihrem Kurzfilm "Gemeinsam statt einsam" werben sie für das Engagement der und des Einzelnen gegen Ausgrenzung im eigenen Umfeld.

Der Vorsitzende des Kumpelvereins, Dietmar Schäfers, würdigte das Engagement der Teilnehmer_innen und unterstrich die Bedeutung des Wettbewerbs im gesamtgesellschaftlichen Kontext: "Ihr seid das Fundament unserer Demokratie und die Zukunft unserer solidarischen und vielfältigen Gesellschaft."

Die neue DGB-Chefin in Hamburg, Tanja Chawla, betonte in ihrer Rede: "Es braucht Frieden sofort, es braucht Unterstützung für alle Geflüchteten und es braucht mehr Projekte wie eure, die so eindrucksvoll den Geist von Demokratie und Antirassismus in die Welt tragen."


Weitere Infos auf www.gelbehand.de/setz-ein-zeichen/wettbewerb-2021-2022

(aus der Soli aktuell 5/2022, Autorin: Soli aktuell)