Deutscher Gewerkschaftsbund

Gesetze und praktische Hilfen

ILO-Initiative: 2021 ist das Jahr zur Beseitigung der Kinderarbeit.

© UN

Die ILO-Ziele: Zwangsarbeit, moderne Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit sollen weltweit beseitigt werden.

Kampagne startet
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) startet in Zusammenarbeit mit der globalen Plattform Alliance 8.7 das Internationale Jahr zur Beseitigung der Kinderarbeit. Das Ziel: Gesetze und praktische Hilfen zur Abschaffung der Kinderarbeit auf der ganzen Welt voranzubringen. Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN), die internationale Arbeitsstandards setzt. Sie ist paritätisch mit Vertreter_ innen von Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgebern besetzt. Die ILO hat die Alliance 8.7 initiiert, eine globale Partnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Zwangsarbeit, moderne Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit weltweit zu beseitigen, wie es in den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung 2030 dargelegt ist.

Maßnahmen gefordert
Die ILO-Mitgliedstaaten sollen umgehend wirksame Maßnahmen zur Beseitigung von Zwangsarbeit, moderner Sklaverei und Menschenhandel ergreifen. Darüber hinaus sollen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit beseitigt bzw. verboten werden, dies umfasst auch die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten. Bis 2025 soll Kinderarbeit in jeglicher Form abgeschafft sein.

Konferenz folgt
Das Internationale Jahr dient als Vorbereitung für die 5. Globale Konferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit, die 2022 in Südafrika stattfindet und einen weiteren Meilenstein in der Beseitigung von Kinderarbeit in all ihren Formen bis 2025 sowie der Abschaffung von Zwangsarbeit, Menschenhandel und moderne Sklaverei bis 2030 setzen soll.


Infos: www.ilo.org, www.alliance87.org, https://endchildlabour2021.org/

(aus der Soli aktuell 4/2021, Autorin: Soli aktuell)