Deutscher Gewerkschaftsbund

Weltoffen und solidarisch: Die Wahl in Thüringen

Am 27. Oktober dieses Jahres wird in Thüringen gewählt. Tino Mühleck sagt, wofür er kämpft.

Tino Mühleck

© Privat

Tino Mühleck ist Industriekaufmann und engagiert sich ehrenamtlich bei seiner Gewerkschaft EVG im Jugendbereich

Inwiefern ist die DGB-Jugend im Vorfeld der Landtagswahl in Thüringen in diesem Herbst aktiv?
Im Vorfeld wollen wir unsere Themen zusammen bringen und diese unter die jungen Wähler_innen bringen.

Welche Schwerpunkte setzt ihr?
Uns geht es vor allem um ein landesweites Azubi-Ticket. Daran arbeitet die DGB-Jugend schon länger. Und wir wollen die fünf Tage Bildungsfreistellung für Auszubildende, die es in Thüringen in der Form immer noch nicht gibt. Außerdem geht es für uns natürlich auch gegen den Rechtsruck in dem Land. Dabei wollen wir uns vor allem für ein weltoffenes und solidarisches Thüringen aussprechen.


Wie setzt ihr das um?
Mit kreativen Aktionen, Infoständen an Hochschulen und in den Innenstädten. Dabei wollen wir besonders die kleinen Städte im Blick haben.

Wo seht ihr die größten Probleme? Was sind eure Befürchtungen?
Vor der Wahl muss man leider ein Erstarken der AfD befürchten. Dagegen wollen wir kämpfen – und für den Erhalt einer demokratischen Regierung, die sich für Arbeitnehmer_innen und junge Menschen einsetzt. Wir können nur immer wieder für eine soziale und weltoffene Politik werben, für die auch unsere Gewerkschaften einstehen.

Was bringt dich dazu, dich für Gewerkschaftsthemen zu engagieren?
Gewerkschaften sind für mich wichtig, weil sie das Soziale und Solidarische in unserer Gesellschaft betonen und dafür einstehen. Daran möchte ich mich beteiligen.


(aus der Soli aktuell 8/2019, Autorin: Soli aktuell)

Die anstehenden Landtagswahlen 2019

Brandenburg, Sachsen und Thüringen wählen in diesem Herbst einen neuen Landtag. Derzeit regiert in Brandenburg eine Koalition aus SPD und Die Linke unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). In Sachsen führt Michael Kretschmer (CDU) eine Regierung von CDU und SPD.

Das Bundesland Thüringen hat derzeit wohl die bunteste Koalition aufzuweisen: Der bundesweit einzige Die Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow regiert mit SPD und Grünen.

In allen drei Ländern werden der AfD um die 20 Prozent vorausgesagt, wenn nicht sogar die meisten Stimmen. Die gerade durchgeführte Europawahl verheißt nichts Gutes: In Sachsen holte die AfD 25,3 Prozent der Stimmen, in Thüringen 22,5 und in Brandenburg 19,9 Prozent.

Für die DGB-Jugend ist klar: Die AfD ist nicht wählbar. Rechte Politik spaltet und schwächt die Anliegen von Auszubildenden, jungen Beschäftigten und Erwerbslosen.

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