Deutscher Gewerkschaftsbund

Die Bahn fährt auf Verjüngungskurs: Die EVG-Bundesjugendkonferenz

Die Bundesjugendkonferenz der EVG wirft ein Licht auf Ausbildungs- und Gewerkschaftsstrukturen.

Höner Lieske

© EVG-Jugend

Vincent Höner (l.) und Michael Lieske: das neue Duo von der EVG-Jugend

Der neue Bundesjugendleiter der EVG heißt Vincent Höner. Der 20-Jährige, der bei der DB Netz AG in Erfurt beschäftigt ist, wurde auf der EVG-Bundesjugendkonferenz vom 15./16. Mai 2017 in Frankfurt/M. gewählt. Sein Stellvertreter ist Michael Lieske, 22.

Die neue Besetzung der Leitung war nur folgerichtig: Für eine deutliche Verjüngung der EVG-Strukturen hat sich zuvor der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Alexander Kirchner, ausgesprochen. Die Kandidatenaufstellung zur nächsten Betriebsratswahl biete dazu eine Chance; die dazu nötigen Diskussionen müssten jetzt mit aller Ernsthaftigkeit geführt werden. Kirchner: "Wir müssen es schaffen, dass junge Mitglieder, die sich in der EVG engagieren und auch Verantwortung übernehmen wollen, nicht an vorhandenen Strukturen scheitern."

Er forderte die EVG-Jugend auf, überall Flagge zu zeigen und von den zur Wahl antretenden Politiker_innen klare Aussagen einzufordern, was diese für die Jugend tun würden. Dafür hatte zuvor auch DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte geworben: "Wir sind viele und wir haben die Chance, der Jugend eine Stimme bei der Bundestagswahl zu geben."

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung forderte sie, auch weiterhin für eine qualitative hochwertige und vollwertige Ausbildung von dreieinhalb Jahren einzutreten. Bildung dürfe dabei nicht an den Kosten scheitern. Angesichts der um sich greifenden Teilqualifikationen und modularen Ausbildungen verliere eine umfassende Bildung zunehmend an Wert. Dagegen gelte es anzugehen.


www.evg-online.org

(aus der Soli aktuell 6/2017, Autorin: Soli aktuell)

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