Deutscher Gewerkschaftsbund

Junge Frauen: So wollen wir arbeiten

Was erwarten junge Frauen von Familien- und Gleichstellungspolitik? Eine neue Studie gibt Auskunft.

Was halten junge Frauen eigentlich von der Familien- und Gleichstellungspolitik? Wo sind die Berührungspunkte in ihrem Alltag und wo sehen sie politischen Handlungsbedarf? Diesen Fragen ging der Forscher Carsten Wippermann im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Studie "Was junge Frauen wollen. Lebensrealitäten und familien- und gleichstellungspolitische Erwartungen von Frauen zwischen 18 und 40 Jahren" nach.

Junge Frauen

© FES

Das Ergebnis: Trotz vieler Verbesserungen ist aus Sicht junger Frauen noch lange nichts erreicht. Nur eine von zehn sieht die Gleichstellung von Männern und Frauen voll und ganz realisiert. Mit Blick auf den Nachwuchs befürchten alle anderen einen Rückfall in traditionelle Geschlechterrollen.

Den Hauptgrund für Probleme sehen die Befragten in der fehlenden Lohngerechtigkeit. Außerdem beklagen sie einen Mangel an Familienfreundlichkeit und fordern mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten: Mehrheitlich streben junge Frauen ab 30 Jahren eine Arbeitszeit zwischen 30 und 35 Stunden an. Sie fordern aber auch mehr Unterstützung für Mütter und Familien. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, sehen sie großen Bedarf für Investitionen in den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Konkret: kostenlose Kita-Plätze und flexiblere Betreuungszeiten – auch zu Randzeiten.

Fazit: Es handelt sich um soziale Ungerechtigkeiten, die keineswegs nur ein privates Problem sind. Die Politik muss die Frauen hier unterstützen.


Zum Download: www.fes.de/de/studie-was-junge-frauen-wollen/

(aus der Soli aktuell 8-9/2016, Autorin: Soli aktuell)

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