Deutscher Gewerkschaftsbund

Unsere Gedenkstättenfahrt: Wir besuchen Auschwitz vom 17. bis 21. Juni 2015

Gedenkkultur: Vom 17. bis 21. Juni 2015 wird die DGB-Jugend nach Oswiecim (Auschwitz) fahren.

Die DGB-Jugend wird im 70. Jahr nach der Befreiung von Auschwitz gemeinsam mit Delegierten anderer Jugendverbänden aus Israel, Österreich und Deutschland eine große Gedenkstättenfahrt durchführen, mit ca. tausend jungen Menschen nach Oswiecim (Auschwitz) in Polen fahren und der Opfer der Shoah gedenken. Zu dem von der Gewerkschaftsjugend initiierten Jugendbündnis gehören: Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Jusos in der SPD, Naturfreundejugend Deutschland, SJD – Die Falken, linksjugend ['solid], Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Jugendwerk der AWO, Grüne Jugend, DIDF, Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), der israelische Gewerkschaftsbund sowie die israelische Gewerkschaftsjugend (Histadrut und HaNoar HaOved VeHaLomed). Die Fahrt findet vom 17. bis 21. Juni statt.

Das Konzentrationslager Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazis. Millionen Menschen wurden Opfer der nationalsozialistischen Barbarei. Die Todesfabrik ist für die ganze Welt zum Symbol für Terror, Völkermord und die Shoah geworden. Die DGB-Jugend sagt: Es liegt in der Verantwortung der heutigen Generationen, die Erinnerung wach zu halten. "Als Gewerkschaftsjugend stehen wir für eine demokratische und antifaschistische Gesellschaft und wollen der verfolgten, gequälten und ermordeten Menschen gedenken – seien es Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Gewerkschafter, politisch Andersdenkende, Menschen im Widerstand oder Angehörige weiterer verfolgter Gruppen", sagt DGB-Jugend-Referentin Mirjam Blumenthal. "Aus der Erinnerung an die Verbrechen entsteht für die heutigen Generationen aber auch die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich Auschwitz nie wieder wiederholen kann. Das Jubiläum der Befreiung ist ein wichtiger Anlass, dieses Gedenken aktiv in einem Bündnis mit vielen jungen Menschen zu begehen." Auf dem Programm stehen Führungen durch Krakau und Auschwitz auf den Spuren ehemaligen jüdischen Lebens, durch die Gedenkstätte und vor allem: Gespräche mit Zeitzeug_innen, die das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz überlebt haben.

Diskussionsrunden wird es zum Thema Gedenkkultur geben: Wie gehen wir künftig mit dem Erinnern um, wenn es bald – altersbedingt – keine Menschen mehr gibt, die die Shoah überlebt haben? Daneben im Fokus: die Vernichtung durch Arbeit und die Beteiligung der Verwaltung im "Dritten Reich". 


(aus der Soli aktuell 5/2015, Autorin: Soli aktuell)