Deutscher Gewerkschaftsbund

Appell für Griechenland

Soli aktuell dokumentiert: Jugendverbände und Jugendorganisationen der Parteien in Bayern haben gemeinsam eine Erklärung verabschiedet.

"Solidarität ist ein großes Wort – es mit Taten zu füllen ist notwendig, wenn man es nicht zu einer Worthülse verkümmern lassen möchte. Mitglieder der Bundesregierung und des europäischen Parlaments wurden in der Vergangenheit nicht müde, die Solidarität unter den EU-Ländern zu betonen. Hier und heute steht es an, dies mit Taten zu füllen!

Diesen Appell unterzeichnen Jugendorganisationen der Parteien und Jugendverbände in Bayern, weil sie zeigen wollen, dass die junge Generation es schätzt, ohne Krieg aufgewachsen zu sein in einem Europa, in dem man sich frei bewegen kann. Diese Jugendverbände wollen kein Europa, in dem Banken gerettet werden, aber keine Menschen. Wir wollen kein Europa, das sich Börsen und Märkten beugt, sondern nur dem demokratischen Willen der Bürgerinnen und Bürger. Das ist die Idee, die uns von Europa erzählt wurde – wir wollen jetzt Taten sehen!

Wir sind uns einig: Griechenland braucht eine andere Lösung als die strenge Sparpolitik der letzten Jahre stur fortzuführen. Die Bundesregierung muss sich endlich für einen Kurswechsel im Umgang mit Griechenland einsetzen und die Stimmungsmache gegen unsere befreundeten Nachbarn beenden! Wir fordern die Mitglieder des Bundestages und der Bundesregierung dazu auf, sich für Gespräche und Verhandlungen einzusetzen, in denen die spezielle Situation Griechenlands im Fokus steht. Es müssen gemeinsam mit der griechischen Regierung Lösungen erarbeitet werden. Ein Aufeinanderzugehen ist kein Zeichen der Schwäche, sondern eines der Stärke."


Unterzeichner sind die DGB-Jugend, die Jusos, die Grüne Jugend, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die Evangelische Jugend in Bayern.


(aus der Soli aktuell 10/2015, Autorin: Soli aktuell)